Schweiz

Seelsorge für Asylzentrum bei Freiburg ist gesichert

Freiburg, 10.12.17 (kath.ch) Im Bundesasylzentrum Guglera im freiburgischen Giffers soll von Beginn an eine Seelsorgestelle bestehen. Das hat die Versammlung der katholischen kirchlichen Körperschaft (kkK) im Kanton Freiburg am Samstag beschlossen.

Sobald das Bundesasylzentrum Guglera im April 2018 in Betrieb genommen wird, soll auch die Seelsorge anlaufen. Die katholische Kirche im Kanton Freiburg hat dafür am Samstag eine 50-Prozent-Stelle geschaffen, wie das Bischofsvikariats Deutschfreiburg am Sonntag mitteilt. Von reformierter Seite wird eine 30-Prozent-Stelle finanziert werden.

Kürzung wurde abgelehnt

Ein Antrag, den Stellenumfang der katholischen Seelsorge ebenfalls auf 30 Prozent zu beschränken, wurde abgelehnt. Der Bischofsvikar für Deutschfreiburg, Pascal Marquard, setzte sich für ein bedingungsloses Engagement ein: «Wir sind durch das Evangelium aufgerufen, bedingungslos für diese Menschen da zu sein – unabhängig von ihrer Religion, Nationalität und Geschichte.»

Marquard erinnerte daran, dass viele Asylsuchende leidvolle Erfahrungen hinter sich hätten und durch einen negativen Bescheid mit noch grösserer Hoffnungslosigkeit konfrontiert seien. «Der Bund setzt hier grosses Vertrauen in die Kirchen», betonte er. Die Seelsorgenden seien die einzigen Externen, die das Bundesasylzentrum betreten dürften. «Diese Aufgabe wollen wir gewissenhaft und mit Herzblut wahrnehmen.»

Patrick Mayor, der dem Exekutivrat angehört, stellte in Aussicht, die Finanzierung der Stelle näher zu prüfen.

Engagement ging von Seelsorgenden aus

Die Seelsorgenden der katholischen Kirche Deutschfreiburg hatten im Februar 2016 vom geplanten Asylzentrum in Giffers erfahren. Sie besuchten eine Fortbildung zum Thema Migration und Flüchtlinge in Visp VS. Dort beschlossen sie, gemeinsam mit dem damaligen Bischofsvikar, Weihbischof Alain de Raemy, ihre Hilfe anzubieten. (rp)

Karin Flury, Seelsorgerin für Asylsuchende in Kreuzlingen (Bild gestellt) | © Regula Pfeifer
10. Dezember 2017 | 17:01
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