Der Bischof legt dem Priester bei der Weihe die Hand auf.
Schweiz

Romandie: Gebetsjahr soll Berufungen von Priestern und Ordensleuten wecken

Das Centre romand des vocations will Priester- und Ordensberufungen in der Westschweiz fördern. Am 26. April hat es ein Gebetsjahr lanciert. Seither finden verschiedene Aktionen statt. Ende August geht es zu Fuss auf den Grossen St. Bernard.

Barbara Ludwig

In der Romandie finden seit dem dem 26. April verschiedene Aktionen statt, mit denen das Centre romand des vocations (CRV) Priester- und Ordensberufungen fördern will. Dazu zählt insbesondere eine Gebetskette, an der sich Ordensgemeinschaften beteiligen.

«Jeden Monat betet eine oder beten zwei Ordensgemeinschaften für Berufungen. Sie haben die Möglichkeit, einen Gebetsabend oder eine andere Veranstaltung zu organisieren», teilt Aline Jacquier, Projektbeauftragte für die Jugendpastoral in der Romandie, auf Anfrage von kath.ch mit. Am 31. Juli beteten zum Beispiel die Chorherren vom Grossen St. Bernhard für Berufungen anlässlich einer abendlichen Gebetswache in ihrem Hospiz auf dem Alpenpass.

«Marche pour les vocations» auf den Grossen St. Bernhard

Am 29. und 30. August ist der Grosse St. Bernhard auf 2469 Metern über Meer das Ziel einer Pilgerwanderung unter dem Titel «Marche pour les vocations». Diese startet am ersten Tag in der Stadt Martigny mit einer Messe. An mehreren Etappen auf dem Weg in die Höhe finden Gebete statt, teils mitten in der Nacht.. Ein Teil der Wegstrecke wird in der Nacht zurückgelegt.

Hospiz auf der Passhöhe des Grossen St. Bernhard
Hospiz auf der Passhöhe des Grossen St. Bernhard

Am 13. September beten die Augustiner Schwestern in Vernayaz VS im sonntäglichen Pfarreigottesdienst für Berufungen, dies anlässlich des 120-Jahr-Jubiläums ihrer Kongregation. Am 18. September beten sie zudem gemeinsam mit den Chorherren der Abtei Saint-Maurice in der Klosterkirche um Berufungen. Über den Herbst und Winter folgen weitere Gebetsanlässe von Ordensgemeinschaften in der Romandie.

Videos und weitere Aktionen

Wie das Westschweizer Newsportal cath. berichtet, hat das CVR weitere Vorschläge zur Förderung von Berufungen unterbreitet. Auf seiner Website stehen demnach Videos zur Verfügung, die Jugendlichen bei der Berufungsfindung helfen sollen.

Zudem werden im Laufe des Gebetsjahres weitere lokale Aktionen angeboten, insbesondere am 2. Februar 2027, dem Welttag des geweihten Lebens, sowie dem Weltgebetstag um geistliche Berufungen am 18. April 2027. Das Team des CRV lädt dazu ein, diese Veranstaltungen in den Pfarreien bekannt zu machen.

Es sei bereit, bei Treffen mit Erstkommunikanten, Firmlingen oder im Rahmen des Katecheseunterrichts mitzuwirken. Die Fachstelle bietet zudem Zeugnisse bei Treffen von Jugendgruppen, Jugendlichen oder Ministranten an und kann lokale Initiativen rund um das Thema Berufungen organisieren oder unterstützen. Das CRV ist das Pendant zur Deutschschweizer Fachstelle Chance Kirchenberufe.

Wallfahrt zum Abschluss des Gebetsjahres

Zum Abschluss des Gebetsjahres für Berufungen ist am 1. Mai 2027 eine Wallfahrt von der Zisterzienserabtei Hauterive im Kanton Freiburg zur Wallfahrtskirche Notre-Dame von Bürgeln oberhalb von Freiburg geplant – mit einem Zwischenhalt im Kloster Magerau.

An diesem Tag stehen insbesondere die Berufung zum Priesteramt, zum Ordensleben und zur Ehe im Mittelpunkt, heisst es auf der Webseite des Centre romand des vocations (CRV), das die Wallfahrt organisiert. Man vergesse aber keine Berufung. «Jeder Getaufte ist vom Herrn zu einer einzigartigen Berufung berufen.» Deshalb stehe diese Wallfahrt allen offen. Junge und Ältere, Familien, Alleinstehende, Ordensleute, Priester, Diakone, Bewegungen und Pfarreien – alle seien willkommen.

Dieser Tag soll die erste Ausgabe einer Wallfahrt für Berufungen in der Romandie sein. In den nächsten vier Jahren werde sie von Kanton zu Kanton ziehen, um mit den Ortskirchen in Kontakt zu treten, die Gemeinschaft zwischen den Diözesen zu fördern und gemeinsam dieses grosse Gebetsanliegen für alle Berufungen zu tragen. (bal)

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Der Bischof legt dem Priester bei der Weihe die Hand auf. | © Bistum St. Gallen / Regina Kühne
10. August 2026 | 12:00
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