Rita Famos, EKS-Präsidentin
Schweiz

Schweizerin Rita Famos führt neu die evangelischen Kirchen Europas an

Rita Famos ist bekanntlich Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche in der Schweiz. Die Schweizer Pfarrerin folgt nun im Amt als geschäftsführende Präsidentin der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) dem Briten John Bradbury von der «Vereinigten Reformierten Kirche».

«Das Netz der Evangelischen Kirchen in Europa verbindet Protestantinnen und Protestanten in ganz Europa. Geprägt von unseren unterschiedlichen Kontexten ist es herausfordernd, aber bereichernd miteinander im Gespräch zu bleiben», sagt die neu gewählte Präsidentin Rita Famos in Sibiu in Rumänien.

Die Zürcher Pfarrerin wurde am 2. November 2020 von den Synodalen der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) zur neuen Präsidentin gewählt. Zum ersten Mal in der Geschichte steht der reformierten Kirche auf nationaler Ebene damit eine Frau vor. Nun steht sie als Frau an der Spitze der evangelischen Kirchen in Europa.

40 Millionen Protestantinnen und Protestanten

Die zwei weiteren Präsidenten sind Bischof Marko Titus von der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche sowie Theologieprofessor Georg Plasger (Siegen), Mitglied der Evangelisch-reformierten Kirche in Deutschland und der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Der Kirchengemeinschaft gehören fast 100 lutherische, methodistische, reformierte und unierte Kirchen aus mehr als 30 Ländern in Europa und Lateinamerika an. Damit vertritt die Kirchengemeinschaft nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Protestanten.

Vier verschiedene Konfessionsfamilien

Auf der siebentägigen Vollversammlung in Sibiu in Rumänien, die am Montag zu Ende geht, wurde zudem ein neuer Rat mit 13 Mitgliedern gewählt, darunter das dreiköpfige Präsidium. Der neue Rat soll die Arbeit der Kirchengemeinschaft in den nächsten sechs Jahren gemeinsam mit dem derzeitigen Generalsekretär Mario Fischer leiten. Der neue Rat berücksichtigt den Angaben zufolge die verschiedenen Regionen der GEKE und achtet auf ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern.

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Auf der Vollversammlung wurden zudem vier neue Mitgliedskirchen willkommen geheissen: die Evangelisch-Lutherische Kirche in Georgien, die Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in der Ukraine, die lutherische Kirche von Island sowie die Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland.

Gemeinschaft 1973 gegründet

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa wurde 1973 gegründet, damals noch unter dem Namen «Leuenberger Kirchengemeinschaft». Mit der Verabschiedung der Erklärung auf dem Leuenberg bei Basel wurde eine seit der Reformation im 16. Jahrhundert bestehende, mehr als 450 Jahre währende Trennung innerhalb der evangelischen Kirchen beendet. Die Mitgliedskirchen gewähren sich aufgrund dieses historischen Dokuments Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. (domradio.de/ref.ch)


Rita Famos, EKS-Präsidentin | © EKS-EERS
1. September 2024 | 16:01
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