Die Kathedrale Notre-Dame in Paris in Flammen.
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Restaurierung der Notre-Dame-Fenster in Köln startet

In der Kölner Dombaukirche beginnt die Restaurierung von vier Kirchenfenstern aus der durch einen Brand beschädigten Kathedrale Notre-Dame in Paris. Nach der Vorbereitung in der Kölner Dombauhütte fangen die dortigen Glasfachleute jetzt mit der eigentlichen Arbeit an.

Wie die nordrhein-westfälische Staatskanzlei am Montag in Düsseldorf mitteilte, werden nun die Fensterscheiben gereinigt, die Sprünge im Glas geklebt, die Brüche im Bleinetz gelötet, die Randbleie erneuert und die Aussenseiten der Fensterpaneele neu verkittet. Den Wiedereinbau in Paris übernimmt die Dombauhütte mit französischer Unterstützung.

Fall des Spitzturms beim Brand der Kathedrale Notre-Dame in Paris am 15. April 2019.
Fall des Spitzturms beim Brand der Kathedrale Notre-Dame in Paris am 15. April 2019.

In Köln hätten die Fenster zunächst in einer eigens eingerichteten Dekontaminationskammer von Bleistaub gereinigt werden müssen, der bei dem Brand entstanden sei, hiess es. Bei der Katastrophe im April 2019 war Notre-Dame teilweise zerstört worden. 2024 soll die Kirche wieder öffnen.

Acht Vereinigungen am Werk

Laut Staatskanzlei beauftragte die zuständige Wiederaufbaubehörde in Frankreich im Frühjahr 2022 acht Werkstätten und Vereinigungen französischer Glasrestaurierungsateliers und Kunstschlosser damit, beschädigte Fenster aus dem weltberühmten Bauwerk zu reinigen und zu restaurieren.

Die Kölner Dombauhütte unterstütze diese Arbeiten und kümmere sich um vier Obergadenfenster mit abstrakten Formen, die der französische Glasmaler Jacques Le Chevallier 1965 gefertigt hatte.

Zeichnungen von Kindern und Jugendlichen zu Notre-Dame in Paris.
Zeichnungen von Kindern und Jugendlichen zu Notre-Dame in Paris.

Ermöglicht wird die Zusammenarbeit über die Spendenaktion «NRW für Notre-Dame», bei der insgesamt rund eine halbe Million Euro zusammenkamen.

«Es ist uns eine grosse Ehre, dabei mitzuhelfen, dass die Kathedrale von Paris wieder so erstrahlen kann, wie sie einst geleuchtet hat», sagte Dombaumeister Peter Füssenich. «Der Brand der Kathedrale Notre-Dame de Paris hat uns alle tief getroffen», ergänzte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der auch deutsch-französischer Kulturbevollmächtigter ist.

Zeichen der Verbundenheit

Eines der Wahrzeichen Europas in Flammen zu sehen, sei «schmerzhaft und erschütternd» gewesen. Die Restaurierung der vier Fenster in Köln unterstreiche die enge Bindung zwischen Deutschland und Frankreich.

Die Kathedrale Notre-Dame in Paris (vor dem Brand).
Die Kathedrale Notre-Dame in Paris (vor dem Brand).

Wüst informiert sich am Montagvormittag in Köln über den Stand der Dinge. Ihn begleiten unter anderem die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Maria Böhmer, der französische Botschafter Francois Delattre und der Notre-Dame-Sonderbeauftragte Jean-Louis Georgelin.

Delattre bedankte sich vorab für die Unterstützung der Dombauhütte. Diese Kooperation sei einmalig. (kna)


Die Kathedrale Notre-Dame in Paris in Flammen. | © Keystone
24. Oktober 2022 | 12:04
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