Petersplatz, Rom | © pixabay
Vatikan
Petersplatz, Rom | © pixabay

Grossandrang vor Reliquien von Pater Pio im Petersdom

Rom, 6.2.16 (kath.ch) Am Freitag wurden die Reliquien des 1968 verstorbenen italienischen Kapuzinerpaters Pio von Pietrelcina in den Petersdom gebracht. Der Andrang von Gläubigen war so gross, dass die Öffnungszeiten verlängert wurden.

Die Reliquien der Heiligen Pater Pio (1887-1968) und Leopold Mandic (1866-1942) sind am Freitagabend, 5. Februar, im Petersdom eingetroffen. In einer gut zweistündigen Prozession waren sie von der Altstadtkirche San Salvatore in Lauro über die Tiberbrücke vor der Engelsburg und die Via della Conciliazione auf den Petersplatz getragen worden. Dort wurden sie zunächst unter dem Baldachin vor dem Petersdom abgestellt, wo sie der Erzpriester der Basilika, Kardinal Angelo Comastri, empfing.

Beliebter Heiliger in Italien

Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung und Chef-Organisator des Jubiläumsjahres, Kurienerzbischof Rino Fisichella, kündigte an, aufgrund des grossen Andrangs würden die Öffnungszeiten des Petersdoms verlängert. «Jeder auf dem Platz wird zu den Reliquien kommen.» Er bat darum, ruhig, friedlich und geordnet zu warten.

Pater Pio ist einer der beliebtesten Heiligen Italiens; vor allem im Süden wird er sehr verehrt. Mandic ist weniger bekannt. Beide widmeten ihr Leben dem Beichtsakrament. Deshalb war es ein Wunsch von Papst Franziskus, ihre Reliquien zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit erstmals zur Verehrung in Rom und im Vatikan zu zeigen.

«Strom der Barmherzigkeit»

Comastri sagte auf dem Petersplatz, die beiden Heiligen hätten einen «Strom der Barmherzigkeit» verbreitet. Bis zu 16 Stunden täglich sollen sie die Beichte gehört haben; unzählige Menschen hätten durch sie Glauben und Frieden wiedergefunden. Im Anschluss wurden die Reliquien in den Petersdom vor den Hauptaltar gebracht; dort stehen sie bis Donnerstagmorgen zur Verehrung.

Medienberichten zufolge verfolgten rund 20’000 Menschen die Prozession. Mehr als 1000 freiwillige Helfer waren für die Sicherheit der Pilger im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen war auch das Areal rund um die Prozession zeitweise für Autos gesperrt.

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