Rekordzahl an Flüchtlingen erreichten Italien übers Meer

Brüssel/Warschau, 6.1.17 (kath.ch) In Italien sind im Jahr 2016 so viele Flüchtlinge angekommen wie nie zuvor. Insgesamt erreichten 181’000 Migranten Italien über das Mittelmeer, wie die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Freitag in Warschau mitteilte. Die meisten Flüchtlinge auf dieser Route kamen demnach aus Nigeria, gefolgt von Eritrea, Guinea, der Elfenbeinküste und Gambia.

Auf den griechischen Inseln sind den Angaben zufolge hingegen 79 Prozent weniger Menschen angekommen. Grund sei das EU-Türkei-Abkommen, dass im April 2016 in Kraft trat. Auch über die Westbalkan-Route erreichten weniger Menschen die EU. Die Zahl sank von 764.000 auf 123’000 Migranten.

Insgesamt registrierte Frontex 503’700 illegale Grenzübertritte an den Aussengrenzen der Europäischen Union. (kna)

6. Januar 2017 | 14:42
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