Pfarrei-Initiative Mitgliederversammlung | © 2016 kath.ch
Schweiz
Pfarrei-Initiative Mitgliederversammlung | © 2016 kath.ch

Pfarrei-Initiative: Mehr Tiefgang bei besserer Diskussionskultur

Zürich, 6,4,16 (kath.ch) Rund dreissig kirchlich engagierte Frauen und Männer, darunter viele Seelsorgerinnen und Seelsorger, nahmen an der Generalversammlung der Pfarrei-Initiative Schweiz am Mittwoch, 6. April, in Zürich teil. Der Präsident der Pfarrei-Initiative, Markus Heil, spricht von einer intensiven Begegnung.

Die Initiative wurde gegründet, als Papst Benedikt XVI. der Kirche vorstand, sagte Heil gegenüber kath.ch. Papst Franziskus und die Diskussionen im Rahmen der Familiensynode hätten gezeigt, dass der Umgangston in der Kirche nun präziser, feiner und vorsichtiger geworden ist. Die Sprache in der Initiative sei darum nicht mehr so markig, wie es populistische Parteien lieben.

Wenn sich in der Kirche etwas bewege, dann würden die Reformbewegungen nicht mehr so plakativ auftreten, sagte Heil weiter. Sie müssten vielmehr konkrete Ideen für die Zukunft der Kirche erarbeiten und vorschlagen.

Bistumsfrage und Bischofswahl

An der Generalversammlung in Zürich herrschte gemäss Communiqué von Freitag «eine gemischte Stimmung zwischen Enttäuschung über die aktuelle Entwicklung in der Kirche und Hoffnung, dass sich doch etwas bewegen lässt».

Der Bischof von Chur, Vitus Huonder, hat kürzlich eine Umfrage über die mögliche Schaffung eines Bistums Zürich lanciert. Aus diesem Grund wurde an der Generalversammlung über das Wahlverfahren bei künftigen Bischofswahlen diskutiert. Die Tagungsteilnehmer forderten ein Minimum an Transparenz und Mitsprache der Ortskirche bei Bischofswahlen in allen Bistümern der Schweiz.

Die nächste Bischofswahl steht voraussichtlich kommendes Jahr an. Dann muss der Bischof von Chur aus Altersgründen seine Demission beim Papst einreichen. Ganz wichtig ist für die Pfarrei-Initiative ebenfalls, die Mitsprache der Ortskirche bei der Bischofswahl in einem allenfalls neu zu gründenden Bistums Zürich als Bedingung in die Verhandlungen einzubringen, heisst es im Communiqué. (gs)

 

 

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