Papst verlangt Freilassung von Aung San Suu Kyi
Papst Franziskus hat vor internationalen Regierungsvertretern die sofortige Freilassung von Myanmars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi verlangt.
Die verhafteten führenden Politiker des Landes müssten «umgehend freigelassen werden als ermutigendes Zeichen für einen ehrlichen Dialog zum Wohl des Landes», sagte er beim Jahresempfang für die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter. Franziskus kritisierte, der Putsch habe den Weg der Demokratisierung der letzten Jahre «jäh unterbrochen».
Die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi war vor einer Woche zusammen mit zahlreichen anderen Politikern festgesetzt worden. Die Armee begründete den Putsch mit angeblichem Betrug bei der Wahl vor drei Monaten, ohne jedoch Beweise vorzulegen. Die Militärführung ernannte ein neues Kabinett und verhängte einen einjährigen Ausnahmezustand. Bereits beim Mittagsgebet am Sonntag hatte Franziskus sich besorgt zur Lage in Myanmar geäussert und eine Rückkehr zur Demokratie gefordert. (cic)
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