Papst überrascht: kein nachsynodales Schreiben
Papst Franziskus setzt die Beschlüsse der Synode unmittelbar in Kraft. Er verzichtet auf ein nachsynodales Lehrschreiben und nimmt die Vorschläge der Synodalen direkt an. Das ist aussergewöhnlich.
Der Papst wird im Anschluss an die Weltsynode kein gesondertes Lehrschreiben verfassen. Das teilte Franziskus bei der Abschlusssitzung der Versammlung am Samstagabend im Vatikan mit. Das von den Synodalen beschlossene Abschlussdokument solle direkt veröffentlicht werden.
«Das, was wir angenommen haben, ist genug. Das Dokument enthält bereits sehr konkrete Hinweise, die eine Richtschnur für die Mission der Kirchen auf den verschiedenen Kontinenten und in den verschiedenen Kontexten sein können», so Franziskus.
Nebeneinander der Unterschiede
«In dieser Zeit der Kriege müssen wir Zeugen des Friedens sein, auch indem wir lernen, dem Nebeneinander der Unterschiede eine echte Form zu geben», begründete der Papst den ungewöhnlichen Schritt. «Aus diesem Grund habe ich nicht vor, eine Apostolische Ermahnung zu erlassen.»
Üblicherweise verfasst der Papst im Anschluss an eine Bischofssynode ein sogenanntes nachsynodales Schreiben. Darin entscheidet er allein über die Annahme der Vorschläge, die ihm von den Synodalen in ihrem Abschlussdokument vorgelegt wurden. (kna)
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