Papst Leo XIV. schliesst die Heilige Pforte im Petersdom und beendet das Heilige Jahr 2025, am 6. Januar 2026 im Vatikan.
Vatikan

Papst Leo XIV. beschliesst das Heilige Jahr – Rekordhohe Besucherzahlen

Die Heilige Pforte des Petersdoms war eines der zentralen Symbole des Heiligen Jahres in Rom. Mit ihrer Schliessung durch den Papst endet das weltweite Pilgerereignis der katholischen Kirche. Zugemauert wird sie später. Das Heilige Jahr bescherte Rom neue Besucherrekorde.

(CIC) Das Heilige Jahr 2025 ist vorüber. In einer feierlichen Zeremonie schloss ein sichtlich bewegter Papst Leo XIV. am Dienstagmorgen die Heilige Pforte am Petersdom. Das rechte Bronzeportal der Papstbasilika wird nur zu «Jubeljahren» geöffnet, die in der Regel alle 25 Jahre stattfinden.

Nach den Worten «Diese Heilige Pforte schliesst sich, aber die Pforte deiner Gnade schliesst sich nicht», kniete der Papst zunächst auf der Schwelle der Tür nieder. Dann schloss er mit beiden Händen die Doppelflügeltür, durch die im Laufe der vergangenen 54 Wochen mehr als 33 Millionen Menschen gepilgert waren. Sein Vorgänger Franziskus hatte die Heilige Pforte an Heiligabend 2024 geöffnet und damit das Startsignal für das Heilige Jahr gegeben.

Rekord-Besucherzahlen

Das Heilige Jahr 2025 hat Rom Rekord-Besucherzahlen und eine höhere Lebensqualität beschert. Insgesamt rund 33,47 Millionen Pilger aus 185 Ländern kamen zwischen dem 24. Dezember 2024 und dem 5. Januar 2026 in die Ewige Stadt, wie der Heilig-Jahr-Beauftragte des Vatikans, Erzbischof Rino Fisichella, am Montag mitteilte. Unterstützt wurden sie von Tausenden Freiwilligen.

Die Zahl aller Besucher in Rom habe die bisherigen Rekorde der Stadt gebrochen, sagte Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri bei der Bilanzpressekonferenz des Heiligen Jahres im Vatikan. Besonders stark stiegen die Zahlen zwischen dem Tod von Papst Franziskus am 21. April und der Wahl seines Nachfolgers Leo XIV. am 8. Mai: Allein 3,9 Millionen Menschen kamen in diesem Zeitraum nach Rom.

Mit über 36 Prozent stammten die meisten Pilger aus Italien. Knapp 63 Prozent aller Teilnehmenden stammten aus Europa, gefolgt von 16,54 Prozent aus Nord- und 9,44 Prozent aus Südamerika. Aus dem Nahen Osten reisten die wenigsten Pilger nach Rom: Sie machten 0,46 Prozent aus.

Wichtigste Baumassnahmen abgeschlossen

Das katholische Jubeljahr war laut Bürgermeister ein «Motor für die Stadt». Durch die zahlreichen Massnahmen hätten sich sowohl das Erscheinungsbild Roms als auch die Lebensqualität in der Stadt verbessert, so Gualtieri weiter.

Im Rahmen des Heiligen Jahres hatte die Stadt zahlreiche Infrastrukturmassnahmen in Angriff genommen, neue Plätze, Grünflächen, Strassenführungen gebaut. Finanziert wurden die Bauarbeiten unter anderem mit einem eigenen 1,7-Milliarden-Fonds für das Heilige Jahr, der laut Gualtieri zu 90 Prozent ausgeschöpft sei.

Nächstes Jubiläumsjahr schon 2033?

Nicht erst in 25 Jahren, sondern bereits 2033 könnte das nächste grosse Jubiläumsjahr in Rom stattfinden. Dann jähren sich Tod und Auferstehung Jesu zum 2000. Mal. Die Entscheidung, ob dieses Jubiläum in Form eines ausserordentlichen Heiligen Jahres begangen werden soll, steht noch aus und muss vom Papst selbst getroffen werden.

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Papst Leo XIV. schliesst die Heilige Pforte im Petersdom und beendet das Heilige Jahr 2025, am 6. Januar 2026 im Vatikan. | © Franco Origlia/Vatican Pool/Romano Siciliani/KNA
6. Januar 2026 | 15:00
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