Papst Franziskus kritisiert Scheinheiligkeit und «Übel des Klerikalismus»
«Nutze niemals deine Stellung aus, um andere zu erniedrigen!», sagt Papst Franziskus auf dem Petersplatz. Es gehe darum, «Gott und den Nächsten» zu dienen.
Papst Franziskus hat vor «Scheinheiligkeit» und einem Missbrauch des Glaubens für eigene Interessen gewarnt. Vor denen, die den Glauben «mit Doppelzüngigkeit» lebten, müsse man sich in Acht nehmen, sagte er beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Das Kirchenoberhaupt kritisierte eine «Kultur des Scheins», die nur der Prahlerei diene. Das sei ein «hässliches Verhalten».
Erneut sprach Franziskus das «Übel des Klerikalismus» an. Auch heute noch werde die Religion benutzt, um sich über andere zu erheben. Es sei eine Warnung für alle Zeiten und für jeden, für die Kirche und für die Gesellschaft: «Nutze niemals deine Stellung aus, um andere zu erniedrigen!»
In diesem Zusammenhang lud der Papst zu einer Gewissensprüfung ein. Man solle sich fragen, ob es beim eigenen Handeln in erster Linie um Anerkennung gehe – oder ob es darauf abziele, «Gott und den Nächsten» einen Dienst zu erweisen. (cic)
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