Papst Franziskus spricht gerne spontan zu Medienschaffenden.
Vatikan

Papst fordert Weihnachten ohne Konsumdenken

Kurz vor Weihnachten hat Papst Franziskus zur Bescheidenheit und zum Teilen aufgerufen. «Verwechseln wir das Fest nicht mit Konsumdenken», sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz.

«Man kann – und als Christ muss man – in Einfachheit feiern, ohne zu verschwenden, und indem man mit denen teilt, denen das Nötige fehlt oder denen es an Gesellschaft mangelt.»

Franziskus erinnerte zudem an die Menschen, die unter Kriegen litten. «Wir denken an Palästina, Israel, die Ukraine», sagte er. Er bat Gott um Menschlichkeit in den Herzen.

Israel: Nicht immer die richtigen Worte

Apropos Palästina und Israel. Papst Franziskus wird wegen seiner Haltung zu Kriegen in der Welt oft kritisiert. Jüngst ist der israelische Botschafter im Vatikan unzufrieden gewesen mit Äusserungen des Kirchenoberhaupts.

Wenn es um den Krieg in Gaza geht, findet Papst Franziskus aus Sicht des israelischen Botschafters am Heiligen Stuhl, Raphael Schutz, nicht immer die richtigen Worte. Friedensbotschaften aus dem Vatikan sprächen zwar die humanitären Nöte der Menschen in Gaza an und forderten einen sofortigen Waffenstillstand, sagte der Diplomat am Wochenende im Interview dem US-Portal «Crux». Die Hamas, der 7. Oktober und die Geiseln würden darin «jedoch nicht genannt. Das ist etwas, von dem ich denke, dass es fehlt.»

Kritisch sieht der Botschafter demnach auch, dass Franziskus Teile der israelischen Militäraktion in Gaza als «Terror» bezeichnet hatte. Das unterscheide ihn von anderen «verantwortungsbewussten Staatsoberhäuptern der freien Welt», betonte Schutz. (cic)


Papst Franziskus spricht gerne spontan zu Medienschaffenden. | © Lola Gomez/CNS photo/KNA
24. Dezember 2023 | 14:30
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