Papst ernennt neuen Chef der Behörde für die Ostkirchen
Papst Franziskus setzt die personelle Erneuerung der vatikanischen Kurie fort. Am Montag ernannte er Erzbischof Claudio Gugerotti (67) zum Präfekten des Dikasteriums für die östlichen Kirchen.
Die Behörde ist für alle Kirchen zuständig, die einem östlichen Ritus folgen und zugleich mit dem Papst in voller Kirchengemeinschaft stehen. Dazu zählen unter anderem die griechisch-katholischen Ukrainer, die im Nahen Osten beheimateten Maroniten und Melkiten sowie mehrere Kirchen aus der syrischen, koptischen, armenischen und indischen Tradition.
Experte für östliche Kirchen
Gugerotti ist ein ausgewiesener Experte für die Theologie und Liturgie der östlichen Kirchen. Er war zu Beginn seiner Karriere bereits Untersekretär in der zuständigen Vatikanbehörde. Zwischen 2001 und 2020 war er nacheinander Papstbotschafter in unterschiedlichen Ländern, in denen Ostkirchen stark präsent sind.
Papstbotschafter in verschiedenen Ländern
So vertrat er den Papst in Georgien und Armenien, danach in Aserbaischan, dann in Belarus und schliesslich, von 2015 bis 2020, in der Ukraine. In den vergangenen zwei Jahren wirkte er als Apostolischer Nuntius in London.
Gugerottis Vorgänger als Präfekt für die Ostkirchen war seit 2018 der argentinische Kurienkardinal Leonardo Sandri (79). (cic)
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