Papst: Ehelehre steht nicht zur Diskussion

Rom, 6.10.15 (kath.ch) Zu Beginn des zweiten Sitzungstags der Bischofssynode über die Familie hat Papst Franziskus betont, die kirchliche Lehre von der Ehe stehe nicht zur Diskussion. Zudem bekräftigte er am Dienstag, 6. September, laut Vatikansprecher Federico Lombardi, dass die Synode nicht auf den kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen reduziert werden dürfe.

Nach seinen Angaben forderte der Papst die Teilnehmer auf, sich in dieser Frage nicht unter Druck setzen zu lassen. Die Synode behandle eine grosse Bandbreite von Themen. Bereits auf dem Rückflug von seiner USA-Reise hatte sich der Papst Ende September gegen eine Verengung der Bischofssynode auf die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion gewandt.

Themen der Synode waren laut Lombardi am Dienstag unter anderem die Folgen der Globalisierung, Vorbereitung junger Paare auf die Ehe, sexueller Missbrauch, Kinderarbeit, Gewalt gegen Frauen sowie die schwierige Situation von Familien angesichts von Verfolgung, Kriegen und Armut.

Homosexuelle gehören zur Familie

Auch der kirchliche Umgang mit Homosexualität kam am Dienstag zur Sprache. Ein namentlich nicht genannter Bischof sagte nach Angaben eines Vatikan-Sprechers, Homosexuelle seien keine Aussenseiter, sondern aus «unserem Fleisch und Blut». Sie seien «unsere Kinder» und «unsere Familie». Unmittelbar vor der Bischofssynode hatte das Coming-Out eines homosexuellen Priesters in hohem Rang im Vatikan für Aufsehen gesorgt.

Auch über die Rolle der Bischofskonferenzen im Verhältnis zum Vatikan sei gesprochen worden, teilte Lombardi mit. Als weiteres Thema nannte er die «kulturelle Revolution», die sich im Bereich Ehe und Familie vollzogen habe. (cic)

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