Opus Dei bestätigt: Der Churer Zeremoniar gehört der Priestergesellschaft an
Unter Bischof Joseph Bonnemain ist Sebastián Frías bischöflicher Kaplan und Zeremoniar. Wie kommt der argentinische Priester nach Chur? Die Antwort lautet: über das Opus Dei.
Raphael Rauch
Der Sprecher des Schweizer Opus Dei, Beat Müller, bestätigt gegenüber kath.ch, dass der Churer Zeremoniar Sebastián Frías der Priestergesellschaft des Opus Dei angehört.
«Nichts ohne den Bischof!»
Das Opus Dei hat für Diözesanpriester, die mit dem Werk Gottes sympathisieren, eine Priestergesellschaft gegründet – eine Klerikervereinigung. «Die Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz ist eine Klerikervereinigung, die mit der Prälatur Opus Dei innerlich verbunden ist», ist der Website zu entnehmen.
Tritt ein Priester der Opus-Dei-Priestergesellschaft bei, bleibt er trotzdem in seiner Ortskirche inkardiniert und untersteht weiterhin seinem Ortsbischof. «Nihil sine Episcopo!», «Nichts ohne den Bischof!» soll der Opus-Dei-GründerJosemaría Escrivá betont haben, teilt das Opus Dei mit.
Bonnemain gehört dem Opus Dei an
Die Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz sei in der Schweiz allerdings «sehr klein», wie Beat Müller mitteilt: «Neben Sebastián Frías umfasst sie zurzeit nur einen weiteren Diözesanpriester.»
Sebastián Frías stammt aus Argentinien. Er lebt weitgehend in Rom, wo er unter anderem zur Kurienreform forscht, und ist in Chur vor allem an Hochfesten zu sehen. Dort dient er einem Bischof, der ebenfalls dem Opus Dei angehört: Bischof Joseph Bonnemain.
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