Internet-Petition für Pfarrer Wendelin Bucheli | © screenshot 2015 avaaz.org
Schweiz
Internet-Petition für Pfarrer Wendelin Bucheli | © screenshot 2015 avaaz.org

Rekord-Ansturm auf Online-Petition: Schon 28'000 solidarisch mit Pfarrer Bucheli

Altdorf UR, 13.2.15 (kath.ch) Die Online-Petition zur Unterstützung von Wendelin Bucheli bewegt die ganze Schweiz und schlägt alle Petitions-Rekorde im kirchlichen Raum.  Am Freitag, dem 13. Februar, wurde abends um 19 Uhr bereits die 28’000er Marke überschritten. Die Petition ist seit Sonntag, 8. Februar, online. An diesem Tag wurde bekannt, dass Vitus Huonder die Demission des Pfarrers von Bürglen verlangt, weil dieser im Oktober 2014 ein lesbisches Paar gesegnet hatte.

«Bischof Vitus Huonder: Pfarrer Wendelin Bucheli muss in Bürglen, UR Schweiz bleiben», lautet die einfache, aber klare Forderung der Petition, die von einem «Mike C.» gestartet wurde und seither via E-Mail und Social Media in Windeseile in alle Landesteile weiterverbreitet wird. Als Begründung für die Petition schreibt der Initiant unter dem Titel «Weshalb das wichtig ist» folgende vier Sätze: «Der Kanton Uri hat unterzeichnet. Jetzt seid Ihr an der Reihe. Bitte helft uns und unterzeichnet diese Petition, damit unser Pfarrer Wendelin Bucheli in Bürglen bleibt. Bischof Vitus Huonder will ihn «nennen wir es» strafversetzen, weil er ein lesbisches Paar gesegnet hat.»

Petition ist Zahl des Tages auf 20 Minuten

Heute Freitag machte die Zeitung «20 Minuten» die gestern Donnerstag erfolgte Überschreitung der 10’000er Marke prominent auf Seite 2 zur Zahl des Tages. Mit riesigem Zusatz-Effekt auf die Petition: Im Sekundentakt schnellt seither am Freitagmorgen die Unterschriftenzahl in die Höhe. Die meisten stammen aus der Deutschschweiz, ganz vereinzelt auch ein paar aus Deutschland.

Facebook-Aufruf für Kerzenaktion für Bucheli

Auch in Bürglen selbst stösst die Online-Petition auf enorm viel Zustimmung. Und unzählige weitere Aktionen: Vom Kirchenrat gibt es einen Aufruf zu einer Briefaktion an den Bischof von Chur. In der Pfarrkirche liegt ein Gebetsbuch für den Pfarrer auf. Und jeden Abend folgen Hunderte in Bürglen einem Facebook-Aufruf mit dem Namen «Mahnwache für Wendelin Bucheli» und zünden eine Kerze der Solidarität mit Pfarrer Bucheli an, weil er «eine Beziehung vor Gott gesegnet hat».

Die Plattform Avaaz

Die Online-Petition «Bucheli muss bleiben» wurde auf der Plattform avaaz.org gestartet. Avaaz ist laut eigenen Angaben «ein weltweites Kampagnen-Netzwerk, das mit Bürgerstimmen politische Entscheidungen beeinflusst». Avaaz gebe Millionen von Menschen eine Stimme, «mit der sie auf dringende internationale, regionale oder nationale Themen Einfluss nehmen können – sei es Armut, Korruption, Konflikte oder der Klimawandel».

Auf derselben Plattform wurde Ende Jahr bereits eine andere Petition im kirchlichen Umfeld gestartet, die von Papst Franziskus ein klares Bekenntnis zur Schweizer Garde verlangt hatte, diese erwies sich jedoch als Flop und hatte nie mehr als eine Handvoll Unterschriften. (dsw/sys)

Link zur Petition

 

 

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