Ökumenische Jury für Filmfestival Locarno ist bereit
Auch dieses Jahr sind die Schweizer Kirchen mit einer Jury am Filmfestival Locarno präsent. Die Theologin Melanie Pollmeier ist nun zur Präsidentin des Gremiums bestimmt worden, das zum 52. Mal einen mit 10’000 Franken dotierten Preis vergibt.
Barbara Ludwig
Die Ökumenische Jury der katholischen und der reformierten Kirchen für das kommende Filmfestival in Locarno ist bestimmt. Präsidiert wird das Gremium von der Schweizer Theologin und Politikwissenschaftlerin Melanie Pollmeier. Dies teilte die katholische Filmorganisation Signis Schweiz in einem Communiqué mit.
Weitere Mitglieder der Jury sind demnach die rumänische Filmkritikerin und Filmemacherin Ileana Bîrsan, der französische Sozialwissenschaftler und Filmkritiker Philippe Cabrol und der französische Pfarrer Roland Kauffmann.
Preisverleihung am 16. August
Die Ökumenische Jury begutachtet die 17 Filme im Internationalen Wettbewerb des Programms, aus dem auch der «Goldene Leopard» gekürt wird. Bei der Vergabe des mit 10’000 Franken dotierten Preises berücksichtigt sie Filmschaffende, die sich für Gerechtigkeit, Frieden und Respekt einsetzen und in deren Werk eine spirituelle Dimension «spürbar» ist, heisst es in der Mitteilung. Das Preisgeld wird von den reformierten Kirchen und der katholischen Kirche der Schweiz zur Verfügung gestellt.
Das 78. Ausgabe des Filmfestivals Locarno findet vom 6. bis 16. August statt. Am 16. August überreicht die Ökumenische Jury ihren Preis persönlich an die Filmschaffenden.
Seit über 50 Jahren in Locarno präsent
Erstmals gab es 1973 eine Ökumenischen Jury am internationalen Filmfestival Locarno. Seither werden die Preise von den kirchlichen Filmorganisationen Signis Schweiz (katholisch) und Interfilm Schweiz (reformiert) gemeinsam vergeben. Die kirchliche Jury ist vom Festival eingeladen, arbeitet jedoch unabhängig.
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