Schweiz

Macarena und Hip-Hop am Bistumsjugendtreffen in Basel

Basel, 25.9.17 (kath.ch) Schon zum 17. Mal sind Jugendliche zum Bistumstreffen des Bistums Basel zusammengekommen. Am 24. September feierten etwa 600 junge Menschen in der Kirche St. Josef den Jugendgottesdienst. 400 tanzten zu Hip-Hop und Capoeira und sprachen über Homosexualität und Glauben.

Alles begann mit einem Jugendgottesdienst in der St.-Josephs-Kirche in Basel. Mit 600 Menschen, davon mindestens 400 Jugendlichen, und dem Jugendchor St. Joseph und Adoray, die zum Mitsingen animierten, war es laut den Organisatoren so lebendig wie das Motto: «We are alive – Kirche. Lebendig. Vielfältig. Jung.»

Passend dazu waren die Workshops vielfältig: Mit Taizé-Brüder und Freiwilligen konnten sich die Jungen über das bevorstehende europäische Taizé Jugendtreffen austauschen – welches Ende Jahr ebenso in Basel stattfindet. Engagierte Reiselustige konnten mit dem Verein «Voyage-Partage» und den Programmen «Jesuit Volunteers» (Jesuiten) und «Hoplaa» (Commundo) über Volontariate in Afrika, Asien oder Leiteinamerika informieren.

Vereine und Programme stellten am Treffen den Jugendlichen Ausland-Volontariate vor | © zVg Fachstelle Jugend bl.bs

Hip-Hop und Kirche?

Noch lebendiger waren Tanz-Workshops beim «Hip-Hop Center Bern» und «The Movement». Hip-Hop und Glauben? Die beiden haben gemäss «Hip-Hop Center Bern» sehr wohl etwas miteinander zu tun. Laut Medienmitteilung der Mitorganisatoren Fachstelle Jugend bl.bs veranstaltet und gestaltet das Center mit Jugendlichen regelmässig Hip-Hop-Jugendgottesdienste in Bern. Die Jugendlichen konnten sich am Treffen in den Räumlichkeiten der St. Joseph-Kirche im Improvisationstanz und im Capoeira üben.

 

 

 

Homosexuelle sprechen über Homosexualität und Kirche

Doch vor allem ein Thema soll auf besonders grosses Interesse gestossen sein: Glaube und Homosexualität. Nachdem Papst Franziskus im Jahr 2016 das Thema selbst aufgegriffen hatte und seither verschiedene Diskussionen darüber geführt werden, sollte es laut dem OK des Bistumstreffens ebenso zum Thema gemacht werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

«Wie kann man homosexuell sein und an Gott glauben?»

Laut Mirjiam Lachenmeier, Leiterin des Bereichs Soziale Arbeit bei der Fachstelle Jugend bl.bs, wurde der Workshop von zwei homosexuellen Frauen und einem homosexuellen Mann des Vereins «Du bist Du» geleitet. «Die Jugendlichen interessierten sich für Bibelstellen über Homosexualität», so Lachenmeier gegenüber kath.ch. «Ebenso wollten sie wissen, wie Homosexuelle trotzdem an einen Gott glauben können.» Die Leiter des Workshops erzählten auch von ihren eigenen Erfahrungen mit ihrer Homosexualität und der Kirche.

Macarena Live

Das Treffen endete ebenso lebendig: Eine Trommel Sessions von «Percussion Palace» und eine portugiesische Folklore-Tanzgruppe hätten auf dem Pausenhof der Dreirosen-Schule musikalisch ihr Bestes gegeben, so die Mitteilung. Und vor der Schlussrede von Bischof Felix Gmür habe die Jugendseelsorge Kanton Thurgau (Juseso Thurgau) zum «Macarena»-Tanz animiert.

Bischof Felix Gmür in der Basler St. Joseph-Kirche | © zVg Fachstelle Jugend bl.bs

Der Basler Bischof Felix Gmür war nicht nur an der Schlussrede dabei, sondern auch zu Beginn am Jugendgottesdienst. 200 Menschen aus benachbartem Quartier, Familien und Erwachsene schlossen sich dem Gottesdienst an, so Lachenmeier weiter. Die Fachstelle Jugend bl.bs, Bischof Felix Gmür, Pfarrer der St. Joseph-Kirche und Jugendliche gestalteten den Gottesdienst gemeinsam. (ft)

 

 

 

 

Das nächste Bistumsjugendtreffen findet im 2018 in Brugg/Windisch statt.

Voll im Schuss: Jugendliche am 17. Bistumsjugendtreffen in Basel | © zVg Fachstelle Jugend bl.bs
25. September 2017 | 17:33
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