Katholischer Pfarrer in Gaza: Bevölkerung in grosser Angst
Der Pfarrer der kleinen katholischen Gemeinschaft in Gaza, Pater Gabriel Romanelli, hat im Interview mit dem vatikanischen «Fides»-Pressedienst von der grossen Angst der in Gaza eingeschlossenen Bevölkerung vor den Gegenschlägen durch die israelische Armee berichtet.
«Niemand weiss, wo das alles enden wird, und leider gibt es keine Anzeichen dafür, dass es bald zu Ende sein wird», zeigte er sich zutiefst bestürzt über die neueste Eskalation der Gewalt. In der Bevölkerung des Gazastreifens, der von der Hamas beherrscht wird, sei die Angst und Ungewissheit, was die nächsten Tage und Wochen bringen werden, gross.
Mit Frieden ist nichts verloren
«Früher haben schon viel weniger ernste Ausgangslagen als die jetzige zu sehr langen Kriegen geführt», so der argentinische Priester. Ihm gehe jetzt der Appell von Papst Pius XII. vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs durch den Kopf: «Mit dem Frieden ist nichts verloren, mit dem Krieg kann alles verloren sein».
Man könne jetzt nur «beten und hoffen, dass der Krieg so bald wie möglich endet, damit die Wunden bald heilen, und sich dann für die Gerechtigkeit und den Frieden einsetzen, nach denen sich so viele Israelis und Palästinenser in ihren Herzen sehnen». (kap)
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