Katholischer Medienpreis für junge Journalisten verliehen

Bern, 3.3.13 (Kipa) Zwei junge Journalisten sind am Samstag in Bern mit dem «Medienpreis 2013 für junge Journalistinnen und Journalisten» ausgezeichnet worden. Aude Pidoux, Redaktorin beim Genfer Wochenmagazin «Echo Magazine», und Claas Relotius erhielten den Preis, der mit 1.000 Franken dotiert ist, anlässlich der Generalversammlung des Schweizerischen Vereins Katholischer Journalistinnen und Journalisten (SVKJ).

Der Verein verleiht den Medienpreis für Beiträge, die ein Thema unter Berücksichtigung christlicher oder ethischer Aspekte behandeln. Pidoux, 1982 in Morges VD geboren, wurde für ihren Beitrag «Nés évangéliques, ils le restent… souvent» ausgezeichnet, der im Dezember publiziert wurde. Relotius (*1985), freier Journalist in Zürich, erhielt den Preis für seine Reportage «Die bessere Welt», die im Juli 2012 in der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag erschienen ist. Sie handelt von einem kleinen Dorf in Süditalien, das versucht, Flüchtlingen aus aller Welt ein neues Zuhause zu bieten.

Information über Restrukturierungsprojekt

Im Rahmen der Generalversammlung des SVKJ informierte dessen Präsident, Maurice Page, über das Projekt «Katholische Medien in der Schweiz», das eine Umstrukturierung der kirchlichen Medienarbeit in der Schweiz anstrebt. Dieses Projekt, mit dem auch Kosten eingespart werden sollen, werde «viele unserer Mitglieder tangieren», sagte der Leiter der französischsprachigen Abteilung der Presseagentur Kipa-Apic. Initiatoren des Projekts sind die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) sowie das Hilfswerk Fastenopfer als Geldgeber in Zusammenarbeit mit der Medienkommission der Schweizer Bischofskonferenz.

Den betroffenen Institutionen sei vor allem wichtig, die Autonomie der drei Sprachregionen zu bewahren, sagte Page. «Ein Struktur auf nationaler Ebene, die das alles regieren soll, ist undenkbar.» Zu diesen Institutionen gehören die zweisprachige Presseagentur Kipa-Apic, das «Centre catholique de Radio et Télévision» (CCRT) in Lausanne, der Verein C@tholink, der Katholische Mediendienst in Zürich und das «Centro cattolico Radio e Televisione (CCRTV) in Lugano. Aus Sicht des SVKJ ist es zudem wichtig, dass die journalistische Unabhängigkeit im Restrukturierungsprozess nicht preisgegeben wird.

Strukturelles Defizit

Während das Vereinskapital des SVKJ von Jahr zu Jahr abnimmt, bleibt die Zahl der beitragszahlenden Mitglieder mehr oder weniger stabil; der Verein zählt etwas mehr als 100 Mitglieder. Da er aufgrund eines strukturellen Defizits Liquiditätsprobleme hat, sollen externe Finanzierungsmöglichkeiten, insbesondere durch Stiftungen, gesucht werden. (kipa/arch/be/bal)

3. März 2013 | 16:30
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