Kardinal George Pell
Vatikan

Kardinal Pell: Bin kein Anführer einer Seilschaft

Rom, 13.10.15 (Kath.ch) Kurienkardinal George Pell hat Behauptungen zurückgewiesen, er sei ein Wortführer der konservativen Teilnehmer der Bischofssynode über Ehe und Familie. Er sei nicht «Anführer irgendeiner Seilschaft», sondern lediglich «Bote», sagte Pell in einem Interview der italienischen Tageszeitung «Repubblica» von Dienstag, 13. Oktober.

Zugleich betonte der Präfekt des vatikanischen Wirtschaftssekretariats, dass unter den Synodenteilnehmern bei den meisten Themen Einmütigkeit bestehe. Differenzen gebe es beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Eine «Minderheit» wolle hier die «Regeln ändern». Aus seiner Sicht gebe es jedoch keine Möglichkeit, in diesem Punkt die kirchliche Lehre zu ändern.

Zugleich bestätigte der australische Kurienkardinal, dass er einen Brief an den Papst geschrieben habe. Das von der italienischen Zeitschrift «L’Espresso» im Internet veröffentlichte Schreiben, das er laut der Zeitschrift dem Papst übergeben haben soll, weiche jedoch sowohl inhaltlich als in der Liste der Unterzeichner von seinem Brief ab.

Der «grösste Teil» der Inhalte sei falsch wiedergegeben, so Pell. Weiter sagte er, dass viele Synodenteilnehmer weiterhin «Besorgnis» wegen der Zusammensetzung des Redaktionsteams für das Abschlussdokument der Synode hätten. In dem veröffentlichten Brief war kritisiert worden, dass das Team mehrheitlich mit reformbereiten Teilnehmern besetzt worden sei. (cic)

Kardinal George Pell | © KNA
13. Oktober 2015 | 12:46
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!