Papst Franziskus und Tom Smolich, internationaler Direktor des JRS  | © 2015 Osservatore Romano
Schweiz
Papst Franziskus und Tom Smolich, internationaler Direktor des JRS | © 2015 Osservatore Romano

Jesuiten starten Spendenkampagne: Bildung für Flüchtlingskinder vor Ort

Zürich, 8.12.15 (kath.ch) In Anbetracht der Flüchtlingskrise nehmen die Jesuiten die Eröffnung des Heiligen Jahres zum Anlass, Barmherzigkeit gegenüber Flüchtlingskindern in Asien, Afrika und Syrien zu zeigen: Mit einer globalen Spendenkampagne möchte der «Jesuit Refugee Service» (JRS) Schul- und Ausbildungsplätze ermöglichen, eine Aktion, die auch von Papst Franziskus unterstützt wird, wie es in einer Mitteilung der Jesuiten vom 7. Dezember heisst.

Das Leben in den Flüchtlingslagern oder in Aufnahmegemeinden sei ein Leben im Wartestand: Oft verstrichen Jahre ungenutzt, schreiben die Jesuiten in ihrer Mitteilung. Das Wichtigste sei daher der Zugang zu Bildung. Weltweit könnten jedoch nur 36 Prozent der Flüchtlingskinder eine weiterführende Schule besuchen. Mit der Spendenaktion möchte der JRS das Angebot an Bildungsprogrammen «von der Grundschule bis zur Universität inklusive der Ausbildung von Lehrern» stark ausweiten. Der Schulbesuch koste für ein Jahr gut 100 Franken pro Kind.

Barmherzigkeit in Aktion

Der Titel der Kampagne, «Mercy in Motion» (Barmherzigkeit in Bewegung oder Aktion), verweist auf das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Papst Franziskus unterstütze die Aktion: Wer einem Kind einen Ausbildungsplatz schenke, mache das beste Geschenk, habe Franziskus an einer Audienz anlässlich des 35-Jahr-Jubiläums des JRS (14. November) gesagt.

Der JRS begleitet nach eigenen Angaben Flüchtlinge in rund 45 Ländern, unabhängig von Nationalität oder Religionszugehörigkeit. Der JRS ist unter anderem in Syrien, im Irak, in Zentralafrika, Afghanistan und im Südsudan tätig. (sys)

Die Jesuiten in der Schweiz

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