Helena Jeppesen-Spuhler, Mitarbeiterin des Hilfswerks Fastenaktion, beim synodalen Prozess in Prag, Februar 2023
Schweiz

Helena Jeppesen: «Wichtige Schweizer Themen wurden aufgenommen»

Helena Jeppesen-Spuhler ist eine von drei Delegierten an der Weltsynode aus der Schweiz. Sie erhofft sich vom Vortreffen in Linz ein «verbessertes Verständnis für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kirche in Europa». Dass wichtige Schweizer Anliegen im Arbeitspapier aufgenommen wurden, freut sie.

Regula Pfeifer

Wenn sich Ende August wichtige Exponentinnen und Exponenten des synodalen Prozesses aus Europa in Linz treffen, soll laut Helena Jeppesen-Spuhler folgendes geschehen: «Dem Austausch zur Situation und zum Stand des synodalen Prozesses in den Ortskirchen soll in Linz viel Gewicht gegeben werden, damit das Verständnis für unterschiedliche Bedürfnisse und Regelungen in der katholischen Kirche in Europa wachsen kann.»

Ortkirche im eigenen Reformtempo

Das synodale Engagement der Schweiz hat laut der Weltsynode-Delegierten bereits Früchte getragen. «Mit Freude habe ich konstatiert», sagt sie, «dass die ‹synodale Erprobungsphase› der Schweizer Kirche im Arbeitsinstrument erwähnt ist und dass wichtige in den Schweizer Bericht eingebrachte Themen aufgenommen wurden.» Sie erwähnt dabei namentlich die Dezentralisierung. «Sie soll es den Ortskirchen erlauben, je unterschiedliche Reformen im je eigenen Tempo anzugehen.»

Als wichtigen Punkt bei den Reformen bezeichnet Jeppesen «die Partizipation aller Getauften. Sie soll durch strukturelle und kirchenrechtliche Reformen nachhaltig gestärkt werden.»

Die drei Delegierten aus der Schweiz an der Weltsynode in Rom: Helena Jeppesen-Spuhler, Claire Jonard und Felix Gmür
Die drei Delegierten aus der Schweiz an der Weltsynode in Rom: Helena Jeppesen-Spuhler, Claire Jonard und Felix Gmür

Helena Jeppesen-Spuhler ist eine von drei Delegierten aus der Schweiz an der Weltsynode, neben dem Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Felix Gmür, als einzigem eigentlichen Vertreter der Schweiz, und der Westschweizerin Claire Jonard, die direkt aus dem Vatikan als Moderatorin berufen worden war. Jeppesen vertritt als Laienabgeordnete die europäische Stimme der europäischen Bischofskonferenzen. Sie arbeitet seit 2001 beim kirchlichen Schweizer Hilfswerk Fastenaktion, aktuell als Programmverantwortliche Philippinen und als Verantwortliche für die Beziehungen zu kirchlichen Akteuren.

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Prozess läuft seit 2021

Der Weltsynodeprozess, von Papst Franziskus einberufen, läuft seit 2021. Nach der Versammlung vom Herbst 2023 in Rom wird die Abschlusssitzung im kommenden Oktober wiederum im Vatikan stattfinden. Im Juli 2024 wurde das «Instrumentum laboris» veröffentlicht, das diese Tagung der Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode vorbereitet. Reformthemen wie insbesondere die Frauenordination oder das Frauendiakonat wurden an spezielle Arbeitsgruppen delegiert, die diese bearbeiten. Darüber wird es Zwischenberichte geben an der Abschlusssynode im Oktober.


Helena Jeppesen-Spuhler, Mitarbeiterin des Hilfswerks Fastenaktion, beim synodalen Prozess in Prag, Februar 2023 | © Björn Steinz/KNA
13. August 2024 | 09:00
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