Schweiz

#FriedeSeiMitDir: 10 Tweets, die mich berührt haben

Wegen Corona ist zurzeit kein Friedensgruss mit Händedruck oder Umarmung möglich. Jacqueline Straub hatte die Idee, beim ZDF-Abschlussgottesdienst des Ökumenischen Kirchentages mit sozialen Medien zu arbeiten. Unter #FriedeSeiMitDir postete die virtuelle Gemeinde berührende Nachrichten. Eine Auswahl.

Jacqueline Straub*

1. Die Liebsten kontaktieren

Jacqueline Straub: Warum mich dieser Tweet berührt? Genau das habe ich mir in der Vorbereitung zum Gottesdienst vorgestellt: dass Menschen ihre Liebsten anrufen, dem Nachbar über den Gartenzaun Frieden zurufen oder auch einen Brief oder eine Postkarte schreiben. Wie schön, dass diese Person einen Anruf vom Onkel bekommen hat. Das berührt mich sehr!

2. Jeder Mensch ist von Gott geliebt

Jacqueline Straub: Auch diesen Tweet finde ich sehr schön, denn er drückt genau das aus, was beim Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) gefeiert wurde: Jeder Mensch ist von Gott geliebt und somit auch schon gesegnet.

3. Kompliment

Jacqueline Straub: Es freut mich natürlich zu lesen, dass Menschen Freude am Friedensgruss haben und dies auch mit ihren Freund*innen auf Twitter teilen.

4. Wertschätzung

Jacqueline Straub: Über ein Jahr haben wir geplant und uns regelmässig getroffen. Wir haben dutzende Stunden, ja teilweise sogar ganze Tage damit verbracht, diesen Gottesdienst vorzubereiten. Die viele Arbeit hat sich gelohnt.

5. Frauenpower

Jacqueline Straub: Ich hoffe, dass auch die Amtsträger diesen Worten gut zugehört haben. Denn Gleichberechtigung schafft Frieden in der Welt. Im Zentrum der Friedensarbeit der katholischen Kirche stehen Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden. Da die Kirche auch Vorreiterin für den Frieden ist, sollte und muss sie sämtliche Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen überwinden.

6. Friede – Shalom – Salam

Jacqueline Straub: Frieden ist ja nicht nur was Ökumenisches, sondern alle Religionen müssen immer an einem friedlichen Zusammenleben arbeiten. Daher finde ich es so schön, dass der Twitter-User den Friedensgruss auch noch auf Arabisch und Hebräisch getwittert hat.

7. Digital und doch real

Jacqueline Straub: Mir war es wichtig, mit diesem Hashtag alle Zuschauer*innen zur Aktion zu ermutigen. Denn auch ein digital ausgesprochener Friedensgruss kann die Herzen berühren und Menschen zusammenbringen.

8. Friede für alle

Jacqueline Straub: Gut, dass in diesem Tweet auch an jene gedacht wird, die in friedlosen Situationen oder Kriegsgebieten leben. Vielleicht erinnert uns das daran, dass es nicht selbstverständlich ist, in einem Land zu leben, in dem es Frieden gibt.

9. Wiedersehen in Stuttgart

Jacqueline Straub: Viele fiebern dem nächsten Katholikentag und Kirchentag entgegen, weil diese vermutlich wieder unter normalen Bedingungen stattfinden können.

10. #FriedeSeiMitDir als Trendsetter

Jacqueline Straub: Das freut mich natürlich, wenn der Hashtag und der Friede Gottes sogar trenden.

* Die katholische Journalistin Jacqueline Straub hat Theologie studiert und möchte Priesterin werden. Sie lebt in der Schweiz und hat den ZDF-Abschlussgottesdienst des dritten Ökumenischen Kirchentages in Frankfurt mitvorbereitet.

Ein kath.ch-Porträt über die Reformkatholikin finden Sie hier.

Zuletzt erschien von ihr: «Kickt die Kirche aus dem Koma. Eine junge Frau fordert Reformen jetzt». Patmos Verlag, Ostfildern 2018.


Die Theologin Jacqueline Straub möchte Priesterin werden. | © Meli Wetzel
17. Mai 2021 | 15:44
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