Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten | © 2014 Josef Bossart
Schweiz
Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten | © 2014 Josef Bossart

Familiensynode: Bischof Lovey geht 2015 nach Rom – Bischof Büchel will nicht mehr

Rom/Freiburg i.Ü., 1.2.15 (kath.ch) 2014 vertrat der St. Galler Bischof und Präsident der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) Markus Büchel die katholische Kirche Schweiz an der Familiensynode. Im nächsten Herbst, wenn die Bischöfe der Weltkirche die künftigen Leitlinien der Ehe- und Familienpastoral festlegen, wird er nicht mehr dabei sein. Die Schweizer Bischöfe haben entschieden, ihren amtsjüngsten Kollegen, Jean-Marie Lovey, nach Rom zu schicken, bestätigte SBK-Sprecher Walter Müller am Sonntag, 1. Februar, gegenüber kath.ch.

Barbara Ludwig

Im vergangenen Jahr habe Büchel als Präsident der Konferenz von Amtes wegen die Schweiz in Rom vertreten, weil es sich um eine ausserordentliche Generalversammlung der Bischofssynode gehandelt habe, erklärte Müller weiter. Für die Synodensession vom Herbst wählen die nationalen Konferenzen einen oder mehrere Vertreter, so sehen es die Regeln vor. Es muss nicht zwingend der Konferenzvorsitzende an der Synode teilnehmen.

Die Schweizer Bischöfe haben entschieden, im Herbst 2015 den Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, nach Rom zu schicken. «Bischof Büchel wünschte nicht an der kommenden Session teilzunehmen», sagte Müller gegenüber kath.ch. Warum Büchel, der sich derzeit in seinem Bistum intensiv an den «Synodengesprächen» beteiligt, nicht mehr nach Rom will, sagte Müller nicht.

Innerhalb der SBK ist Pierre Farine, Weihbischof von Lausanne-Genf-Freiburg, für das Dossier Ehe und Familie zuständig. Dies spielt laut Müller aber keine Rolle. «Das Thema der kommenden Session ist ein breites Querschnittsthema, daher ist es nicht an ein bestimmtes Ressort innerhalb der SBK gebunden.» Lovey ist seit Ende September 2014 Bischof von Sitten und damit der amtsjüngste unter den Schweizer Bischöfen. Zuvor war er Propst der Augustiner Chorherren vom Grossen Sankt Bernhard. Er ist in der SBK zuständig für das Thema «Migration».

Papst hat Lovey’s Teilnahme noch nicht abgesegnet

Der Vatikan hat am Samstag, 31. Januar, eine erste Liste mit Teilnehmern der Familiensynode im kommenden Herbst veröffentlicht. Sie umfasst die gewählten Delegierten von bisher 28 nationalen Bischofskonferenzen und deren Stellvertreter, die Papst Franziskus gebilligt hat.

Als einziges deutschsprachiges Land ist darunter Österreich, das den Feldkircher Bischof Benno Elbs entsendet. Lovey’s Teilnahme ist somit noch nicht vom Papst gebilligt. Wen die Deutschen nach Rom schicken wollen, ist noch offen. Die Deutsche Bischofskonferenz wählt ihre drei Delegierten an ihrer kommenden Frühjahrsvollversammlung.

Die Bischofssynode tritt vom 4. bis 25. Oktober unter dem Thema «Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute» in Rom zusammen. (bal/cic)

 

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