Evangelische Teilnehmerin der Jugendsynode fordert mehr Teilhabe

Köln, 10.10.18 (kath.ch) Als Teilnehmerin der Jugendsynode im Vatikan fordert die evangelische Christin Julia Brabant von der Kirche, die Jugendlichen ernst zu nehmen. Es brauche ein «Verständnis dafür, dass die Jugend nicht die Zukunft ist, sondern auch Gegenwart und im ‘Hier und Jetzt’ mitbestimmen möchte», sagte die 25-Jährige am Dienstag dem Internetportal domradio.de in Köln.

Als Ratsmitglied des Lutherischen Weltbundes ist Brabant ökumenische Teilnehmerin der Synode und wird am Donnerstag ein vierminütiges Statement halten. Sie möchte eigenen Worten zufolge die Zeit nutzen, um das Thema Jugend-Partizipation anzusprechen.

Sie hoffe, dass am Ende der Synode nicht nur ein Papier verabschiedet, sondern auch gehandelt werde und die Jugendlichen ein Mitspracherecht bekämen.

«Schwer zu ertragen»

Manche Meinungen der katholischen Kirche bezüglich Zölibat, Rolle der Frau und Homosexualität seien für sie «ziemlich schwer zu ertragen». Beim Thema Jugend und Jugendverbände verbinde die beiden Konfessionen dagegen viel, so dass sie «ganz viel gemeinsam sagen können».

Die bis zum 28. Oktober tagende Bischofssynode steht unter dem Titel «Die Jugend, der Glaube und die Berufungsunterscheidung». Ausgewählte Jugendliche sind dort als Redner zugelassen, haben aber kein Stimmrecht. In das den Beratungen zugrundeliegende Arbeitsdokument sind Ergebnisse einer Vorsynode junger Menschen ebenso eingeflossen wie Rückmeldungen einer weltweiten Online-Umfrage und Stellungnahmen von Bischofskonferenzen. (kna)

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