Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. bislang noch nicht auf Latein
Päpstliche Lehrschreiben tragen meist lateinische Titel, so auch die viel beachtete Enzyklika «Magnifica humanitas» von Leo XIV. Allerdings hakt es bei der Übersetzung des Gesamttextes in die antike Sprache.
Ludwig Ring-Eifel
(CIC) Die Sozialenzyklika «Magnifica humanitas» von Papst Leo XIV. wird vorerst nicht in lateinischer Sprache erscheinen. Vatikanische Quellen rechnen mit der offiziellen Übersetzung des Textes in der Sprache Ciceros erst «nach der Sommerpause». Dem Vernehmen nach arbeiten mehrere «Latinisten» im Vatikan unter Hochdruck an der Fassung.
Erschwert wird deren Arbeit durch das Fehlen lateinischer Übersetzungen für einige in der Enzyklika vorkommende Begriffe. Sie müssen dafür eigens als «Neologismen» erdacht werden. Dies trifft allerdings nicht zu für einen der wichtigsten Begriffe des Textes, den «Algorithmus». Denn dieser ist selbst bereits die latinisierte Form eines ursprünglich aus dem Persischen stammenden Begriffs.
Wichtige Übersetzungen noch in Arbeit
Neben der lateinischen fehlten bislang auch noch wichtige andere Übersetzungen, darunter die chinesische und die russische. Längst fertig ist hingegen die arabische Version. Sie wurde zusammen mit den Fassungen auf Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Polnisch bereits am Pfingstmontag vom Vatikan im Netz präsentiert.
Es wird vermutet, dass die zuständigen Vatikanmitarbeiter bei diesen Übersetzungen in einem ersten Schritt auch auf Künstliche Intelligenz zurückgegriffen haben. Für Übersetzungen ins Lateinische funktioniert diese Technologie allerdings nur sehr begrenzt. In Buchform liegt das von der Vatikanischen Verlagsbuchhandlung «LEV» herausgegebene Werk in der italienischen Fassung bereits in den Buchhandlungen im und um den Vatikan.
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