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Schweiz
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Ehe und Familie: Schweizer Rechtspolitiker werfen Bischöfen Schweigen vor

Zürich, 17.6.15 (kath.ch) Die Schweizer Bischöfe sollen für eine offenere Kommunikation einstehen und die Werte der Kirche besser verteidigen, fordert der «Verein für die traditionelle Familie» in einem Brief an die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und an die Glaubenskongregation, der kath.ch vorliegt. Der Brief des Vereins ist von EDU- und SVP-Politikern unterzeichnet.

Das Schreiben von Mittwoch, 17. Juni, ist mit der Hoffnung verbunden, «dass die Schweizer Bischöfe zu einer aktiven Kommunikation finden. Wir wünschen uns, dass unsere Hirten gegenüber der Gesellschaft die Wahrheit unseres Glaubens und unsere geliebte Kirche aktiv vertreten.» Die Mehrheit der Katholiken habe ihren «religiösen Kompass» verloren.

Die Einflüsse des Zeitgeists sowie des Modernismus machten sich immer stärker bemerkbar. Begünstigt werde dies durch das «schuldhafte Schweigen der Bischofskonferenz und die ständigen Widersprüche unter den Bischöfen». Vor allem in Fragen des Lebensschutzes, von Abtreibung, Sterbehilfe, zur Verwässerung der Ehe und zum Adoptionsrecht würden die Bischöfe schweigen.

Ihr Schweigen komme einer aktiven Gefährdung der Werte der Kirche gleich. Positiv erwähnt wird im Brief der Churer Bischof Vitus Huonder, der den Gläubigen Orientierung biete. Unterzeichnet ist der Brief vom Co­-Präsident des Vereins, Marco Giglio (EDU Bern), Vizepräsident Kevin Pellouchoud (SVP Kanton Wallis) und Kantonsrat Pirmin Müller (SVP Kanton Luzern). Der Verein «Für eine traditionelle Familie» wurde Anfang Juni gegründet. Er will die traditionelle Familie stärken. (gs)

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