Deutsche Bischöfe planen nationale synodale Versammlung für 2027
Im zweiten Halbjahr 2027 soll es in Deutschland eine synodale Versammlung geben – als Teil des weltweiten synodalen Prozesses. Unabhängig davon wartet die geplante Synodalkonferenz weiter auf Zustimmung.
(KNA) Im zweiten Halbjahr 2027 wird es nach Auskunft von Bischof Heiner Wilmer in Deutschland eine nationale synodale Versammlung geben. Ein spezielles Team werde das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz bei der Vorbereitung der Versammlung unterstützen, kündigte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz zum Abschluss ihrer Vollversammlung jüngst in Fulda an.
Die nationale synodale Versammlung stehe im Kontext des synodalen Prozesses der Weltkirche und soll die Kirchenversammlung 2028 in Rom vorbereiten. Zunächst sollen die Diözesanbischöfe mit ihren Teams den Sachstand zur Synodalität erheben. Das Generalsekretariat der Bischofssynode sieht im Vorfeld der internationalen Versammlung im ersten Halbjahr 2027 diözesane Evaluierungsversammlungen vor. Im zweiten Halbjahr kommen nationale und im ersten Drittel des Jahres 2028 kontinentale Versammlungen hinzu.
Weltsynode vor Ort
In jeder Phase soll ein Bericht erarbeitet werden. Ausserdem schreiben die Diözesen einen Brief über die eigenen synodalen Erfahrungen an alle Diözesen der Weltkirche, die Nationalversammlungen an die Bischofskonferenzen der Weltkirche. Anhand der kontinentalen Berichte erstellt das Generalsekretariat das sogenannte Instrumentum laboris für die Kirchenversammlung.
Das nach römischen Vorgaben zusammengerufene nationale synodale Team soll laut Wilmer sicherstellen, dass die bestehenden und geplanten synodalen Gremien entsprechend ihrer Aufgabenstellungen einbezogen werden. Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hatte die Zusammensetzung des nationalen synodalen Teams im April beschlossen.
Nach Rückmeldungen aus den Diözesen und vom höchsten repräsentativen Laiengremium, dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), stehen jetzt die Mitglieder fest.
Nationales synodales Team
Zum nationalen synodalen Team gehören die Funktionsträger des bisherigen Präsidiums der Synodalversammlung beziehungsweise des bisherigen Synodalen Ausschusses (der Fuldaer Bischof Michael Gerber, Mara Klein, der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, Thomas Söding, ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp und der Münsteraner Bischof Heiner Wilmer), Personen aus den synodalen Teams der Diözesen (Hans Bauernfeind aus dem Bistum Passau; Daniela Bethge aus dem Bistum Magdeburg; Christian Hennecke aus dem Bistum Hildesheim; Armin Schalk aus dem Erzbistum München und Freising; Dewi Maria Suharjanto aus dem Bistum Limburg) und weitere Personen mit fundierter synodaler Erfahrung (Roland Farhat, Regina Heyder, Charlotte Kreuter-Kirchhof und Sabine Rhein).
Die vom Reformprozess Synodaler Weg der Kirche in Deutschland geforderte Einrichtung einer Synodalkonferenz ist unabhängig von der für 2027 geplanten nationalen synodalen Versammlung. Die konstituierende Sitzung der Synodalkonferenz war ursprünglich für November 2026 geplant. Weil die angefragte und notwendige Zustimmung für die Satzung des Gremiums aus dem Vatikan bisher allerdings aussteht, wurde der Termin auf unbestimmte Zeit verschoben.
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