Schweiz

Bundesrätin Keller-Sutter und Bischof Gmür in Rom

Der Basler Bischof Felix Gmür, Vorsitzender der Schweizer Bischofskonferenz, hat die neue Schweizer Heilige Marguerite Bays (1815-1879) gewürdigt. Er betonte, dass sie die einzige Laiin unter den fünf neuen Heiligen sei.

«Das ist bemerkenswert und zeigt, dass jede und jeder von uns ein heiligmässiges Leben führen kann», sagte Gmür am Sonntag im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur CIC in Rom. Bischof Gmür betonte mit Blick auf Bays auch, dass sie Familienzwistigkeiten überwunden habe. Auch darin sei sie ein Beispiel, dem viele Menschen im Alltag folgen könnten.

Papst würdigte die «Heiligkeit des Alltags»

Auch Papst Franziskus hatte die Schweizer Schneiderin in seiner Predigt als Beispiel für die «Heiligkeit des Alltags» genannt. Sie zeige, «wie mächtig das schlichte Gebet, das geduldige Ertragen, die stille Hingabe sind», sagte das Kirchenoberhaupt bei der Heiligsprechungsmesse am Sonntag auf dem Petersplatz.

Neben Gmür waren auch Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg sowie der dortige Weihbischof, Alain de Raemy, und der Apostolische Administrator des Bistum Chur, Peter Bücher, zu der feierlichen Zeremonie nach Rom gekommen.

Bundesrätin trifft Papst und Innenministerin

Für die Schweiz nahm Bundesrätin Karin Keller-Sutter an der Heiligsprechung teil. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass eine einfache Näherin aus der Schweiz des 19. Jahrhunderts heiliggesprochen werde, heisst es in einer Medienmitteilung des Bundesrats vom Sonntag. Vor der Zeremonie traf sie das Kirchenoberhaupt auch kurz persönlich, wobei sie ihm Grüsse des Bundesrats übermittelte, so die Mittelung weiter. Ebenso stattete sie demnach auch der Päpstlichen Schweizergarde einen kurzen Besuch ab.

Am Samstag hatte sich Keller-Sutter in Rom mit der italienischen Innenministerin Luciana Lamorgese getroffen, Thema war den Angaben nach die Zusammenarbeit beider Länder beim Thema Migration.

Neben Bays sprach der Papst Kardinal John Henry Newman (1801-1890) sowie drei Ordensfrauen heilig. Zur Heiligsprechung versammelten sich laut Vatikanangaben rund 50’000 Gläubige aus aller Welt auf dem Petersplatz. Sieben Nationen hatten Vertreter zur Papstmesse geschickt. Für das britische Königshaus nahm Prinz Charles teil. (cic)

Blick auf den Petersplatz während der Heiligsprechung. | © Bernard Hallet
13. Oktober 2019 | 15:54
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