Bischof weist Vorwurf der Verantwortung für Kapitol-Sturm zurück
Bischof Richard F. Stika von Knoxville wehrt sich gegen Anschuldigungen des Chefredaktors des Jesuiten-Magazins «America». Laut James Martin trägt der Bischof eine Mitverantwortung für die Ausschreitungen im Kapitol.
«Eine alarmierende Anzahl katholischer Geistlicher trug zu einem Umfeld bei, das zu den tödlichen Unruhen im US-Kapitol führte», schrieb Martin in einem Essay mit dem Titel «Wie katholische Führer zur Gewalt im US-Kapitol beitrugen».
Angriffe gegen Biden wegen Haltung zu Abtreibung
Ausgerechnet sie als Pro-Life-Anhänger hätten mit persönlichen Angriffen gegen Joe Biden eine «hasserfüllte Umgebung» geschaffen. Die Verunglimpfung Bidens habe «vielleicht zu den Unruhen in der Nation beigetragen». Dabei erwähnte Martin ausdrücklich Bischof Stika aus Tennessee. Dieser hatte Bidens Haltung in der Abtreibungsfrage als «ultimativen Kindesmissbrauch» bezeichnet.
Im Einklang mit Bischofskonferenz
Stika sah keinen Anlass zur Entschuldigung, da er sich im Einklang mit der Mehrheit in der US-Bischofskonferenz sehe. Diese hatte Abtreibung nach der Wahl Bidens «als das herausragende Thema der heutigen Zeit» bewertet. Martin beklagt, dass einige Bischöfe und Priester so weit gingen, Bidens Glauben wegen dessen Haltung zur Legalität von Schwangerschaftsabbrüchen infrage stellen.
In seinem Essay kritisiert der Chefredakteur von «America» auch den Nationalen Direktor von «Priests for Life», Frank Pavone, der im Wahlkampf offensiv für Trump geworben und Biden als «moralisch korrupt» bezeichnet hatte. Bei der Erstürmung des US-Capitols am 6. Januar waren insgesamt fünf Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. (kna)
Hier geht es zur › Bestellung einzelner Beiträge von kath.ch.




