Bischof Paul Hinder, Kardinal Pietro Parolin und Sheikh Nahayan Mabarak Al Nahayan auf dem Expo-Gelände in Dubai.
Zitat

Bischof Paul Hinder trägt auch im Mittleren Osten ein Brustkreuz

«Bei Flugreisen trage ich das Brustkreuz in der Regel im Handgepäck mit und lege es erst wieder um, wenn ich offiziell unter den Leuten bin. 

Bei den Begegnungen und Audienzen mit den Regierenden in den verschiedenen Ländern erscheine ich selbstverständlich als Bischof mit Brustkreuz in allen Ländern der Arabischen Halbinsel. 

Als ich von 2005 bis 2011 offiziell für Saudi-Arabien zuständig war, galt noch die Regel, dass ich incognito reisen musste und daher das Brustkreuz nur trug, wenn ich im Geheimen mit den Gläubigen Gottesdienst feierte. 

Sollte mich jetzt der König oder der Kronprinz von Saudi-Arabien für ein Interfaith-Gespräch nach Jeddah oder Riad einladen, werde ich selbstverständlich mit Brustkreuz erscheinen. Seit zwei Jahren bin ich ja als Apostolischer Administrator wieder für das Königreich zuständig. Bis jetzt konnte ich allerdings covid- und terminbedingt die geplanten Pastoralbesuche noch nicht machen.»

Der Kapuziner Paul Hinder ist emeritierter Bischof von Abu Dhabi und Apostolischer Administrator für das Vikariat Nördliches Arabien, also für Bahrain, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien. Er äussert sich auf Anfrage von kath.ch zur Frage, wann er sein Brustkreuz trägt.

Der Münchner Kardinal Marx hatte bei einem Besuch auf dem Jerusalemer Tempelberg 2016 aus Höflichkeit gegenüber muslimischen Gastgebern sein Brustkreuz abgelegt. Dies sorgte für Kritik, unter anderem beim verstorbenen Walliser Erzbischof Peter Zurbriggen, der Marx «religiöse Correctness» vorwarf. (rr)


Bischof Paul Hinder, Kardinal Pietro Parolin und Sheikh Nahayan Mabarak Al Nahayan auf dem Expo-Gelände in Dubai. | © Instagram
30. August 2022 | 12:50
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