Bischof Charles Morerod
Schweiz

Bischof Morerod: «Unsere Beziehung zu Gott prägt unsere Beziehung zur gesamten Schöpfung»

Die Schöpfungszeit hat begonnen. Bischof Charles Morerod vom Bistum Lausanne Freiburg und Genf widmet in seinem «Wort des Bischofs» deshalb seine Gedanken der vom Menschen bedrohten Schöpfung. Sein Fazit ist eindeutig. Hier sein «Wort des Bischofs» im O-Ton:

«Manchmal wird scherzhaft gesagt, wenn man das Gebet aus der Schweizer Landeshymne herausnimmt, bleibt ein Wetterbericht übrig. Abgesehen von einer gewissen Ironie ist es durchaus angebracht, über den Zusammenhang zwischen unserem Glauben und der Lage unseres Planeten nachzudenken.

Insbesondere angesichts der Erderwärmung, die sich in ihrer schlimmsten Ausprägung zeigt: in Form von gewaltigen Waldbränden. Und alle Experten sind sich einig, dass sich diese Situation verschlimmern wird, vor allem, wenn wir nichts unternehmen.

Es ist durchaus zutreffend, Gebet und Wetter miteinander zu verbinden. In seiner berühmten Enzyklika «Laudato Si’» vom 24. Mai 2015 zeigte Papst Franziskus unter anderem eine christliche Antwort auf die Folgen eines scheinbar unvermeidbaren steigenden Konsums auf.

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Zusammenfassend sagte er, inspiriert von Franz von Assisi und dem klösterlichen Leben, dass «die christliche Spiritualität zu einem Wachstum mit Mässigkeit anregt» (§ 222). Unsere Beziehung zu Gott prägt unsere Beziehung zu unseren Mitmenschen und zur gesamten Schöpfung und ermöglicht uns diese glückliche Genügsamkeit.» (woz)


Bischof Charles Morerod | © Sabine Zgraggen
6. September 2026 | 12:00
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