Bischof Charles Morerod | © 2016 CES
Schweiz
Bischof Charles Morerod | © 2016 CES

Bischof Morerod: Hochzeit ist die Verbindung von Mann und Frau

Freiburg i.Ü., 15.2.15 (kath.ch) In einem Interview mit der Zeitung «Matin Dimanche» hat der Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, Charles Morerod, betont, dass die Hochzeit eine Verbindung zwischen Mann und Frau sei. Angesprochen auf die Ereignisse rund um den Pfarrer von Bürglen, der ein lesbisches Paar gesegnet hat, erklärte Morerod, dass es weder an einem Priester noch an einem Bischof sei, eine katholische Trauung in Frage zu stellen.

Warum nimmt Charles Morerod als Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg Stellung zum Vorgehen eines Priesters einer Urner Pfarrei, welche zum Bistum Chur gehört? – Jeder katholische Priester «gehört» zu einem Bistum, egal, wo er tätig ist. Und der in Bürglen angestellte Pfarrer Wendelin Bucheli ist ursprünglich ein Priester des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg.

Pfarrer hat Kompetenzen überschritten

Der Bischof von Chur, Vitus Huonder, hat den Bürgler Pfarrer bekanntlich aufgefordert, seine Demission einzureichen und sich mit Bischof Morerod verständigt, dass dieser Pfarrer Bucheli in sein Bistum zurückrufen werde. Bischof Charles Morerod erklärte nun gegenüber «Matin Dimanche», dass der Bürgler Pfarrer seine Kompetenzen überschritten habe. Wenn dieser ins Bistum Lausanne, Genf und Freiburg zurückkehre, würde er ihm dies auch mitteilen. Er hätte wohl gleich gehandelt, wie der Bischof von Chur, so Morerod.

Weiter erklärte der Freiburger Bischof, dass ein Seelsorger in seinen Handlungen nicht übereilt vorgehen solle. Auch wenn die Segnung des lesbischen Paares formell keine kirchliche Trauung gewesen sei, so habe sie doch zu Verwirrungen geführt.

Die Haltung der katholischen Kirche gegenüber Homosexuellen ist sehr komplex. Bischof Morerod wies im Interview auch darauf hin, dass sich die Bischofssynode im Herbst zum Thema Familie ebenfalls mit dieser Frage beschäftigen werde.

Am Valentinstag zahlreiche Segensfeiern

Am Valentinstag, 14. Februar, haben in zahlreichen katholischen Kirchen Segensfeiern für Paare stattgefunden. Dabei waren vielerorts auch homosexuelle Paare ausdrücklich eingeladen. Die Unterscheidung zwischen einer Segnung und einer Trauung ist kirchenrechtlich geregelt. In vielen Kirchen werden aus seelsorgerlichen Überlegungen aber auch andere, neue Formen der Segnung von Paaren angewandt. (ms)

Segensfeier für allerlei Liebende

Was sagt das Kirchenrecht über Segnung und Trauung?

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