Bildungszentrum in Deutschfreiburg – Stiftungsrat zurückgetreten
St. Antoni/Freiburg i.Ü., 16.3.16 (kath.ch) Das Bildungszentrum Burgbühl der katholischen Kirche von Deutschfreiburg erhält weniger Geld von der kantonalen kirchlichen Körperschaft. Das hat nun auch Konsequenzen auf die Leitung: Am 14. März ist der gesamte Stiftungsrat zurückgetreten. Bis Ende Jahr steht dem Zentrum als Übergangslösung ein Dreiergremium vor.
Schon für dieses Jahr hat das katholische Bildungszentrum Burgbühl in der Gemeinde St. Antoni deutlich weniger Geld von der Körperschaft der katholischen Kirche im Kanton Freiburg erhalten. Ab 2017 gibt es von dieser Seite her gar kein Geld mehr für die Lohnkosten im Zentrum. Von den Verantwortlichen wurde eine Neuausrichtung des Bildungshauses gefordert.
Kirchliche Ausrichtung bleibt bestehen
Das Bistum Lausanne-Genf-Freiburg hatte im vergangenen Jahr Hand angeboten, den Stiftungszweck zu ändern, um dem Zentrum mehr Möglichkeiten bei dieser Neuausrichtung zu eröffnen. Anfang März wurde dennoch beschlossen, dass die Ausrichtung der Stiftung und damit des Zentrums im Dienst der Kirche in den Statuten bleiben soll, wie es in einer Mitteilung der katholischen Kirche im Kanton Freiburg heisst.
Das wiederum hat den Stiftungspräsidenten André Schmutz zum sofortigen Rücktritt bewogen. Mit der nur noch geringen finanziellen Unterstützung könne das Zentrum nicht mehr betrieben werden, der bleibende Auftrag der katholischen Kirche lasse für eine Neuausrichtung aber «nicht den nötigen Spielraum und Freiraum», wird Schmutz zitiert.
Der zuständige Weihbischof Alain de Raemy widerspricht dem allerdings. Das Bistum habe sich entschlossen, die bislang im Zentrum Burgbühl einquartierten kirchlichen Fachstellen und das Bischofsvikariat für Deutschfreiburg in die Stadt Freiburg zu holen. Damit, so die Haltung des Bistums, könne das Zentrum durch die Vermietung der Räume höhere Mieterträge erzielen.
Übergangsgremium bis Ende 2016
In der Folge des Rücktritts des Stiftungspräsidenten traten sämtliche weiteren Stiftungsratsmitglieder zurück, was die Delegierten auch erst an der Versammlung am Montag erfahren haben. Notgedrungen hatten diese dann eine Übergangslösung zu beschliessen. So wird bis Ende 2016 ein Dreiergremium – bestehend aus Arnold Schöpfer, Präsident der Vereinigung der Pfarreien Deutschfreiburgs, Patrick Mayor, Mitglied des Exekutivrats der katholischen kirchlichen Körperschaft, und Marianne Pohl-Henzen, der Adjunktin im Bischofsvikariat – die Aufsicht über das Zentrum wahrnehmen, den Betrieb sicherstellen und die Neuausrichtung vorbereiten. (ms)
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