Arbeitspapier für Weltsynode kommt Ende Mai – alles Weitere offen
Das Arbeitspapier für die Weltsynode im Oktober 2023 wird Ende Mai veröffentlicht. Gleichzeitig dämpft das vatikanische Synodensekretariat die Erwartungen. Bei der Weltsynode werde es nicht um konkrete Fragen gehen. Es soll nach neuen Methoden der Entscheidungsfindung gesucht werden.
Die Nummer zwei im vatikanischen Synodensekretariat, Nathalie Becquart sagte auf der Pressekonferenz: Es sei ungewiss, ob die Namen der stimmberechtigten und der beratenden Teilnehmer bis dahin feststünden. Die Nominierungen seien nicht allein Sache der jeweiligen Bischofskonferenz, sondern auch des Papstes.
Kontinentalsynoden «innovativste Element» der Weltsynode
Becquart sagte, dass die im März beendeten Kontinentalversammlungen der Synode das «innovativste Element» der neuen Weltsynode gewesen seien. Die inzwischen im Internet zugänglichen Schlussdokumente zeugten vom Reichtum und auch von der Diversität der
unterschiedlichen Herangehensweisen und Kulturen. Nun habe ein etwa 20-köpfiges Expertenteam aus allen Erdteilen begonnen, im Wege der «geistlichen Unterscheidung» daraus ein Arbeitsdokument zu erstellen.
Der australische Erzbischof Timothy Costelloe unterstrich: Die katholische Kirche müsse dankbar sein für ihre interne Unterschiedlichkeit. Sie sei dabei zu lernen, dass Einheit nicht gleichbedeutend sei mit Einförmigkeit. Die von den Kontinentalversammlungen erstellten Schlussdokumente seien zum Teil «wundervolle Texte». Sie verdienten es, in den Gemeinden und Bistümern gelesen und umgesetzt zu werden.
Weltsynode wird Methoden, nicht Antworten suchen
Costelloe erklärte: Bei den Synodenversammlungen in Rom im Oktober 2023 und 2024 werde es nicht um bestimmte inhaltliche Fragestellungen gehen. Vielmehr werde die Kirche bei diesen Versammlungen versuchen, einen neue, synodale Methode zu finden, um künftig mit solchen Fragestellungen umzugehen und zu Entscheidungen zu kommen. (kna)
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