Martin Kopp ist «Urner des Jahres»

Medienmitteilung: Die Leserinnen und -Leser des «Urner Wochenblatt» haben entschieden: Martin Kopp ist «Urner des Jahres». Insgesamt 1500 Wahltalons waren eingegangen.

Mit grossem Mehr haben die Leserinnen und Leser des «Urner Wochenblatt» den Erstfelder Martin Kopp zum «Urner des Jahres» gewählt. Martin Kopp war bis vor knapp einem Jahr Generalvikar für die Urschweiz. Der Churer Übergangsbischof Peter Bürcher hatte ihn nach 17 Jahren «wegen illoyalen Verhaltens» als bischöflichen Delegierten für die Urschweiz abgesetzt, was gesamtschweizerisch für Schlagzeilen gesorgt hatte. Der heute 74-jährige Seelsorger hatte sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch gegenüber der Bistumsleitung geäussert.

Martin Kopp machte sich in Uri nicht nur als Generalvikar einen Namen, sondern auch durch sein soziales Engagement. In dem von ihm gegründeten und geführten «Clubhüüs» in Erstfeld erhalten junge Menschen in Notlagen Unterkunft und Halt. Dazu gehören auch junge Flüchtlinge. Martin Kopp sei ein begnadeter Seelsorger, ein mutiger Kirchenmann, der trotz öffentlicher Demütigungen nie den Kopf hängen lasse. Er sei ein Paradebeispiel von gelebter Nächstenliebe und praktizierter Zivilcourage, wurde Martin Kopps Nomination von den Personen, die ihn vorgeschlagen hatten, kommentiert.

Ausserordentliches geleistet

Der Preis «Urner/Urnerin des Jahres» – eine Skulptur des Urner Künstler Peter Bissig – wird vom «Urner Wochenblatt» alle zwei Jahre verliehen. Er geht jeweils an eine Person, die in den vergangenen zwei Jahren (2019/20) in Uri oder für Uri Ausserordentliches geleistet hat. In einer ersten Phase konnten die Leserinnen und Leser des «Urner Wochenblatt» Vorschläge einreichen, wer nominiert werden soll. Unter den 33 eingereichten Vorschlägen nominierte die Jury acht Personen, die vom 23. Januar bis 12. Februar zur Wahl standen. Über 1500 Wahltalons wurden eingesandt.

Preis der Urner Bevölkerung

Normalerweise wird an einer Übergabefeier bekannt gegeben, wer «Urner des Jahres» oder «Urnerin des Jahres» geworden ist. In diesem Jahr war dies aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. So überreichten Landratspräsident und Jurymitglied Ruedy Zgraggen, Chefredaktor Markus Arnold, Raphael Aeschbacher, Geschäftsleitungsmitglied der Gisler 1843 AG und Jurymitglied Doris Marty den Preis in dieser Woche persönlich an Martin Kopp. Markus Arnold betonte, dass der Preis zwar vom «Urner Wochenblatt» verliehen werde, es sich dabei aber effektiv um eine Anerkennung der Urner Bevölkerung handle. «Die Urnerinnen und Urner haben Martin Kopp zum ›Urner des Jahres› vorgeschlagen und schliesslich auch gewählt.» Martin Kopp freute sich sehr über diese «enorme Wertschätzung». Dass er den Preis fast gleichzeitig mit der Ernennung von Joseph Maria Bonnemain zum neuen Bischof von Chur erhalte, freue ihn doppelt.

Acht Nominierte

Folgende acht Personen waren für den Preis «Urner/Urnerin des Jahres» nominiert worden: Generalvikar Martin Kopp, Skifahrerin Aline Danioth, der mehrfach ausgezeichnete Jungwinzer Manuel Tresch, Schwinger und Nationalturner Andi Imhof, Kulturfrau Lory Schranz, Sisikons Gemeindepräsident Timotheus Abegg, Beat Schuler vom Langlaufzentrum Unterschächen sowie Barbara Zürcher, Direktorin des Hauses für Kunst Uri. Die Jury bestand aus Uris Landratspräsident Ruedy Zgraggen, Altständeratspräsident Hansheiri Inderkum, Chefredaktor Markus Arnold, Redaktorin Doris Marty und Redaktor Mathias Fürst und Landgerichtspräsidentin Agnes Planzer. Letztere konnte krankheitsbedingt nicht an der Jurysitzung teilnehmen.

Martin Kopp mit dem Preis «Urner des Jahres», eine Statue des bekannten Isenthaler Künstlers Peter Bissig. | © zVg / Doris Marty Urner Wochenblatt
Urner Wochenblatt
19. Februar 2021 | 20:01