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Hugenottische Gemüse in den «Neuen Gärten»

Medienmitteilung

Wanderausstellung «Wurzeln schlagen – Menschen und Pflanzen im Exil»: Im Mittelpunkt der Wanderausstellung «Wurzeln schlagen – Menschen und Pflanzen im Exil» stehen Gemüsesorten, die Ende des 17. Jahrhunderts von Hugenotten in den Norden der Alpen gebracht wurden. In diesem Jahr gastiert die Ausstellung an sieben Standorten der «Neuen Gärten», einem Programm des Hilfswerks HEKS zur sozialen Inklusion von Geflüchteten und Migrant:innen. Damit schlägt die Ausstellung auch einen spannenden Bogen in die Gegenwart.

Bohnen, Lattich, Spargeln, Krautstiel, Lauch, Artischocken, Kardy – dies sind die wichtigsten Gemüsearten, die Hugenotten Ende des 17. Jahrhunderts nach Genf brachten. Daraus züchteten sie Sorten mit den Namen «de Plainpalais» oder «de Genève», die noch heute von ProSpecieRara erhalten werden.

Wanderausstellung «Wurzeln schlagen – Menschen und Pflanzen im Exil»

2024 werden diese Gemüsesorten auch in den «Neuen Gärten» in Biel, Bern, Burgdorf, Solothurn, Aarau, Baden und Winterthur angebaut. Die «Neuen Gärten» sind ein seit bereits vielen Jahren schweizweit erfolgreiches Programm des Hilfswerks der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (HEKS) zur sozialen Inklusion von Menschen mit einer Migrations- oder Fluchtbiografie. Gleichzeitig wird in diesen Gärten die Ausstellung «Wurzeln schlagen – Menschen und Pflanzen im Exil» der Stiftung VIA – Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser gezeigt. Im Mittelpunkt stehen dabei eben jene Gemüsesorten, die Hugenotten Ende des 17. Jahrhunderts nach Genf brachten, womit sie auch den Boden für den gewerblichen Gemüseanbau in der Schweiz legten. Die reich bebilderte Ausstellung zeichnet aber auch das Leben und Wirken hugenottischer Botaniker und Agronomen nach und zeigt interessante historische, geografische und theologische Zusammenhänge auf.

Neue Gemüse und Anbaumethoden

In den «Neuen Gärten» von HEKS führen heute Geflüchtete und Migrant:innen gleichsam das Erbe der hugenottischen Einwanderer:innen weiter, indem sie Gemüse und Anbaumethoden aus ihren Herkunftsländern mitbringen. Die Geschichte der Kulinarik zeigt, dass sich diese neuen Sorten früher oder später auch in den hiesigen Gärten und Küchen zu etablieren vermögen. Die Ausstellung in den «Neuen Gärten» bietet auch die Gelegenheit, sich mit den dort engagierten Gärtner:innen und den Programmverantwortlichen von HEKS und von VIA auszutauschen.

Standorte und Daten der Ausstellung

Weitere Informationen zur Ausstellung sowie Angaben zu den Standorten Biel, Bern, Burgdorf, Solothurn, Aarau, Baden und Winterthur finden sich auf www.via-huguenots.ch/de/exposition.

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Quelle: Heks
17. Juni 2024 | 08:27