Fusswallfahrt Sattel
Medienmitteilung
Wie schon seit vielen Jahren in jedem Sommer organisieren Pfarradministrator in Sattel Bernhard Ollmert und ich, Cordula Napieraj Pfarreileiterin Sattel, eine Fusswallfahrt. Eine knappe Woche sind wir stets unterwegs – bei jedem Wetter.
Bewusst wird auf Kaffee und Alkohol, privaten Einkauf und warmes Essen verzichtet. Jeden Tag feiern wir hl. Messe, zusätzlich es gibt unterwegs einen geistlichen Impuls auf dem Weg mit anschliessender Stunde «Wandern im Schweigen» und ein längeres Abendgebet, wo Bitten (auch viele mitgegebene) und Dank vor Gott getragen werden. Vor jedem Wegkreuz, jeder Kirche wird gesungen und gebetet, auch für die Bewohnerinnen und Bewohner der jeweiligen Orte. Das Zeichen, das jeder Wallfahrende zu Beginn umgehängt bekommt, symbolisiert auch die Einfachheit dieser Woche: Eine Holzscheibe, aus einem Schaufelstil gesägt, in die die Taize-Taube in Kreuzesform eingebrannt wird. Aber gleichzeitig ist es auch Zeichen dafür, dass es keine normale Wanderung ist, sondern dass wir «mit Christus» gehen wollen.
In diesem Jahr war die «gemischte» Gruppe von insgesamt 14 Schweizer und Berliner Christen im Kanton Zug unterwegs – gerade in der Woche vom 11.-17. Juli, wo die Wetterapp fast täglich 95-100 Prozent Regen anzeigte. Wie werden die Tage im ständigen Regen wohl werden, dachten ich zuvor besorgt. Aber der tägliche Wettersegen war wohl stärker als die App. Trotz dunkler Wolken konnten wir meist im Trockenen wandern. Und wenn es dann doch einmal regnete, dann freuten wir uns kurz danach, dass es schon bald wieder ein paar wärmenden Sonnenstrahlen durch die Wolken geschafft hatten. Es war fast wie ein kleines Wunder! Und die Teilnehmenden, die sich durchaus nicht vorher alle kannten, unterstützten sich gegenseitig auf matschigen Wegen, waren dankbar und blieben froh gestimmt.
Unbenommen dachten wir aber voller Sorge auch an die vom Hochwasser betroffenen Regionen in unseren beiden Ländern und beteten für die Menschen dort in besonderer Weise. Wir selbst erfuhren unterwegs oft unverhoffte Unterstützung – mögen auch die Hochwasseropfer viel Anteilnahme und Hilfe erfahren.
Cordula Napieraj, Pfarreileiterin Sattel




