Maria mit Jesuskind  | © Regula Pfeifer

Maria Himmelfahrt Ursprung und Bedeutung

Maria mit Jesuskind | © Regula Pfeifer
Maria Himmelfahrt

Die Jungfrau Maria und Heilige Mutter Jesu wurde nach katholischer Lehre nach ihrem leiblichen Tod von Gott in den Himmel aufgenommen. Am 15. August gedenken Katholiken dieser Aufnahme in den Himmel – und hoffen damit auf das Versprechen Jesu an alle: Dass wir alle zu Gott zurückkehren werden in den Himmel.

Das Fest geht auf ein Marienfest zurück, das Cyrill von Alexandrien im 5. Jahrhundert einführte. Das Datum legte er auf den 15. August fest, das gleichzeitig auch das Ende des Kirchenjahres der Ostkirche war.

Obwohl über Mariä Himmelfahrt – Himmelfahrt von Maria – nichts in den von der Kirche anerkannten, also kanonischen biblischen Schriften geschrieben wurde, deuten einige Schriftstellen darauf hin (z.B. im Buch Offenbarung 12,2). Anders sieht das in den nicht anerkannten, den sogenannt apokryphen Schriften aus, wo ausführlich darüber berichtet wird, wie die Apostel durch die Luft an Marias Sterbebett gebracht worden seien. Dort hätten sie Maria bestattet, ihr Grab mit einem grossen Stein geschlossen. Christus sei dann mit Engeln aufgetaucht, habe den Stein weggewälzt und nach Maria gerufen.

Bist heute ist das Fest mit einer Reihe von Bräuchen verbunden, etwa Lichterprozessionen und Kräuterweihen. Dabei werden bis zu 77 verschiedene Kräuter und andere Pflanzen gesammelt, zu «Buschen» zusammengebunden und im Gottesdienst gesegnet.

In der Schweiz ist der christliche Festtag in den Kantonen Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug, Tessin, Wallis, Appenzell Innerrhoden und Jura ein den Sonntagen gleichgestellter Feiertag. Einzelne Gemeinden haben auch in den Kantonen Fribourg, Solothurn, Basel-Land, Graubünden und Aargau einen Feiertag. (kna/ft)

Brauchtum
Pfefferminze | © pixabay.com CC0

Kräutersegnungen gehören zu den volkstümlichen Bräuchen der Kirche. Schon seit dem 9. Jahrhundert ist der Brauch bekannt. Da viele Kräuter erst Mitte August reif sind, blieb die Segnung am 15.8. bis heute in vielen Pfarreien erhalten. Am Hochfest Maria Himmelfahrt werden Kräuter, z.B. Wermut, Heidrich, Pfefferminze, Kamille und andere Heilpflanzen, zu Blumen gebunden und mit zur Kirche gebracht. Dort werden sie vom Priester gesegnet.

Kräuterbüsche bestehen, je nach Region, aus

Bücher und Videos

Maria Tod und Himmelfahrt

Ein Beitrag zur Kenntnis der Frühmittelalterlichen Denkmäler – Verlag Forgotten Books

Erhältlich bei OrellFüssli.


Erde singe – Ein Garten für unsere Kirche
dialogverlag Münster 2007
von Andrea Gabriele Fritz (Texte) und Andreas Raub (Zeichnungen)

Geschichte des Gartens der Pfarrei Sankt Theresia in Münster – mit einer Fülle von Hinweisen und Anregungen, welche Pflanzen und Blumen sich zu welchen Anlässen als Kirchenschmuck eignen und welche Überlegungen die Auswahl und Pflege des Kirchenschmucks bestimmen können.



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