Papst Leo XIV. begrüsst die Menschen am 27. September 2026 bei seiner Ankunft zur Freiluftmesse in Lourdes (Frankreich).
Vatikan

Papst Leo XIV. zieht sehr positive Bilanz seiner Frankreichreise

Während in Frankreich zwei Tage nach dem Papstbesuch wieder die innenpolitische Polemik unter den Parteien einsetzt, zieht Leo XIV. im Vatikan Bilanz seiner spektakulären Reise. Er spricht von einer «Wiedergeburt».

(CIC) Papst Leo XIV. hat sich nach seiner viertägigen Frankreichreise zufrieden und hoffnungsvoll über Verlauf und Wirkung seines Besuchs gezeigt. Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz sprach er am Mittwoch von einem «grossen Geschenk für mich und das Volk Gottes dieses Landes, und dafür danke ich Gott!».

Als Höhepunkt der Reise bezeichnete er die Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Élysées. «Dort ist die Wiedergeburt der Kirche in überraschender Weise sichtbar geworden», so der Papst über das Grossereignis im Zentrum von Paris, an dem am Sonntagnachmittag 800.000 Menschen teilnahmen.

Notre-Dame Symbol für Wiedergeburt der Kirche

Die nach einem verheerenden Brand wiederaufgebaute Kathedrale Notre-Dame, wo er am Samstagabend einen Vespergottesdienst gefeiert hatte, bezeichnete er in seiner Ansprache als Symbol dieser Wiedergeburt. In diesem Begriff liege der Schlüssel zum Verständnis der gesamte Reise.

«Das ist der wahre Wiederaufbau der Kirche, den nur Gott bewerkstelligen kann», betonte er. Ausdrücklich würdigte Leo XIV. die für Frankreich ungewöhnliche Zusammenarbeit kirchlicher und staatlicher Stellen beim Wiederaufbau der symbolträchtigen Kathedrale. Sein Appell: «Das gemeinsame Wirken für das Gemeinwohl müsste die normale Arbeitsweise der Institutionen, der politischen und gesellschaftlichen Kräfte sein.»

Erwachsenen-Taufen sind «schöne Überraschung»

Ausführlich würdigte der Papst auch die übrigen Stationen der Reise wie die Gebetsvigil mit Zehntausenden Jugendlichen im Stade de France am Samstagabend oder die Begegnung mit Menschen mit Behinderungen und schweren Krankheiten in Lourdes. Die wachsende Zahl von jungen Menschen in Frankreich, die getauft werden wollen, bezeichnete er als eine «schöne Überraschung Gottes».

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Hoffnungsvoll äusserte sich Leo XIV. über die Ereignisse in Metz, wo es am Montag symbolträchtige Begegnungen mit religiösen und politischen Führern gab. In dieser Region Europas sei nach dem Zweiten Weltkrieg das Projekt des heutigen geeinten Europas geboren worden. «Europa wurde wiedergeboren auf der Grundlage der Prinzipien der Demokratie und der Geschwisterlichkeit unter den Völkern, die den christlichen Wurzeln viel verdanken», erklärte der Papst.

Heute könne sich das europäische Projekt auf dieser Grundlage erneuern, wozu auch der Dialog der Religionen gehöre. Deshalb habe er am Montag gemeinsam mit Führern anderer Religionsgemeinschaften den «Appell von Metz» für Dialog und Frieden unterzeichnet. Er hoffe, dass dieser Appell dauerhafte Früchte bringe.


Papst Leo XIV. begrüsst die Menschen am 27. September 2026 bei seiner Ankunft zur Freiluftmesse in Lourdes (Frankreich). | © KNA
30. September 2026 | 15:04
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