Video-Serie mit Mönchen soll dem Kloster Einsiedeln ein Gesicht geben
Rund 40 Mitglieder zählt das Kloster Einsiedeln. Nun präsentieren sich zehn davon in Kurz-Videos. Man stelle immer wieder fest, dass über das «konkrete Leben» hinter den Klostermauern wenig bekannt sei, sagt Pater Thomas Fässler. Die Serie soll auch junge Männer ansprechen, die sich Gedanken über ein Leben im Kloster machen.
Barbara Ludwig
«10 Mönche. 10 Geschichten» heisst die neue Video-Serie des Klosters Einsiedeln. Den Auftakt machte Pater Aaron Brunner am 13. August. «Eigentlich bin ich wegen eines falschen Zugs im Kloster gelandet» lautet der Titel. Das ist zugleich der erste Satz, mit dem der hochgewachsene Mönch seine Kurzpräsentation beginnt, und zwar auf Walliserdeutsch – wer es nicht versteht, kann die Untertitel lesen.
Warum es der falsche Zug war, erfährt man in den folgenden 34 Sekunden jedoch nicht. Brunner erzählt vielmehr, wie er als 16-Jähriger mit Kollegen einen Ausflug nach Einsiedeln unternahm und zum ersten Mal vor der «imposanten Klosterfassade» stand. Und wusste: «Das ist mein Ort.» Dann sieht man den Mönch und Priester in seinem Alltag: In der Sakristei, am Altar und in der Pfarrei Einsiedeln, bei der Arbeit am Computer und im Gespräch mit Menschen.
Initiative von Pater Thomas Fässler
Die Videos erscheinen während zehn Wochen jeweils am Donnerstagabend. Sie sind auf Instagram, TikTok und Youtube zu sehen. Unterdessen ist auch die Folge 2 veröffentlicht mit Pater Philipp Steiner worden, dem Novizenmeister des Klosters.
Die Initiative für die Video-Serie stammt von Pater Thomas Fässler. «Wir überlegen uns ständig, wie wir den Menschen unser Kloster und unser Leben näherbringen können», erklärt er auf Anfrage von kath.ch.
Unterschiedliche Aspekte des Lebens zeigen
Vielen Menschen in der Schweiz sei das Kloster Einsiedeln zwar ein Begriff. Gleichzeitig stellten die Einsiedler Mönche aber immer wieder fest, dass über «das konkrete Leben hinter unseren Klostermauern» wenig bekannt sei. Genau dies wolle man mit der Serie ein Stück weit ändern, so Fässler. «Die zehn Videos sollen dem Kloster ein Gesicht geben, indem sie persönliche Geschichten erzählen und unterschiedliche Aspekte des Lebens einzelner Mönche zeigen.»
«Natürlich würde es uns freuen, wenn die Serie auch junge Männer erreicht, die sich fragen, ob ein Leben im Kloster etwas für sie sein könnte.»
Das Zielpublikum sei bewusst nicht eng definiert, sagt Fässler. Man wolle nebst denjenigen, die das Kloster bereits kennen, aber wenig über das Leben der Mönche wüssten, auch Menschen ansprechen, die bisher kaum Berührungspunkte mit Einsiedeln oder dem Klosterleben hatten.
Und: «Natürlich würde es uns freuen, wenn die Serie auch junge Männer erreicht, die sich fragen, ob ein Leben im Kloster etwas für sie sein könnte.» Vielleicht könne die eine oder andere persönliche Geschichte jemanden dazu anregen, sich intensiver mit diesem Gedanken auseinanderzusetzen, vielleicht gar den Mut schenken, ein paar Tage als Gast vorbeizukommen, sagt Fässler. Aktuell zählt der Konvent rund 40 Mitglieder.
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