Papst Leo XIV. besorgt wegen Ereignissen in Ceuta
Vor knapp zwei Monaten warb Papst Leo XIV. in Spanien für eine offene Aufnahme von Geflüchteten. Angesichts der jüngsten Migrations-Ereignisse in Ceuta zeigt er sich besorgt und wirbt für Stabilität.
(CIC/rp) Papst Leo XIV. hat sich besorgt über die jüngste Massen-Migration in die spanische Exklave Ceuta geäussert. Beim traditionellen Mittagsgebet auf dem Petersplatz sagte er am Sonntag vor Tausenden Pilgern: «Ich verfolge die alarmierende Lage in Ceuta mit Sorge.» Er bete zu Gott, dass «Lösungen des Friedens, der Stabilität und der Gerechtigkeit gefunden werden können».
Der Papst machte seinen Appell durchgehend auf Spanisch. Mit einer religiösen Formel gab er zu verstehen, dass er die Krise um Ceuta vor allem als ein Problem in Afrika sieht. Als Fürsprecherin rief er «Maria, Unsere Liebe Frau von Afrika» an – ein auf dem afrikanischen Kontinent gebrauchter Ehrentitel der Muttergottes.
Wie Medien berichteten, kamen am letzten Freitag mindestens 50’000 Menschen, vor allem junge Männer, von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta – und damit in die EU. Die meisten davon überquerten die Grenze schwimmend. Mindestens 72 Menschen kamen bei dem Versuch ums Leben. Da sie geschlossene Läden vorfanden und von der spanischen Polizei gedrängt wurden, kehrten viele von ihnen wenig später wieder nach Marokko zurück.
Europa diesmal nicht im Fokus des Papstes
Mit keinem Wort ging der Papst in seinem Appell auf die von den Ereignissen in Ceuta befeuerte innereuropäische Debatte über die künftige Migrationspolitik ein. Bei seiner jüngsten Spanienreise hatte er noch am 11. und 12. Juni auf Gran Canaria sichere Migrationswege gefordert und darauf gepocht, dass die Menschenwürde von Flüchtlingen an den Aussengrenzen Europas gewahrt werden müsse.
Menschenhändler und Schlepper hatte er dort mit Meeres-Ungeheuern verglichen, die Frauen und Kinder versklavten. Zugleich hatte er die Gleichgültigkeit jener beklagt, «die zulassen, dass die Armen von Ausbeutung oder Vergessenheit verschlungen werden».
Ferner forderte er «politische Massnahmen, die es jedem Menschen ermöglichen, in seiner Heimat in Würde zu leben». Neben dem Recht, Zuflucht zu suchen, wenn das Leben bedroht ist, gebe es «auch das Recht, nicht auswandern zu müssen: das Recht, in der eigenen Heimat zu bleiben», so der Papst am 11. Juni auf Gran Canaria.
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