Rita Famos: «Mich haben verschiedene Frauen geprägt, allen voran meine Mutter»
Sie ist die erste Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz und hat jetzt das Buch «Leadership. Weibliche Perspektiven» herausgegeben. Im Podcast «Laut + Leis» sagt Rita Famos, wer sie geprägt hat.
«Ich glaube, das ist nicht eine Person, das sind verschiedene. Ich beginne immer bei meiner Mutter, weil für sie war es selbstverständlich – sie war alleinerziehend –, ihre Frau zu stehen. Für mich gab es nie einen Zweifel, dass Frauen alles tun können, weil auch meine Mutter alles gemacht hat: uns erzogen, gearbeitet, eine Freizeit gestaltet, wenn noch Zeit übrig blieb.
Sie war für mich ein unbewusstes Vorbild. Je mehr ich darüber reflektiere, desto stärker merke ich: Das habe ich mit der Muttermilch eingesogen. Dann waren politische Frauen für mich sehr wichtig, also die ersten Parlamentarierinnen und Bundesrätinnen, deren Biografien ich mit grossem Interesse gelesen habe.
Und schliesslich gibt es noch viele weitere Frauen, die teilweise auch im Buch vorkommen. Karin Lenzlinger zum Beispiel habe ich sehr früh kennengelernt. Sie lebt wie ich in Uster. Sie ist eine Unternehmerin und hat zusammen mit ihrer Schwester das Familienunternehmen von ihrem Vater übernommen und weiterentwickelt. Auch sie ist für mich ein Vorbild.
Es gibt also keine einzelne Person, die mich geprägt hat. Es sind viele verschiedene Frauen, die mich auf unterschiedliche Weise beeindruckt haben und bis heute beeindrucken.»
Das sagt Rita Famos im Podcast «Laut + Leis». Die oberste Reformierte ist Herausgeberin des Buches «Leadership. Weibliche Perspektiven». Erschienen ist es im Theologischen Verlag Zürich. (sl)
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