Hildegard Aepli: «Die krasse Lebensform von Wiborada gibt Impulse für heute»
Lange Zeit blieb die St. Galler Stadtheilige Wiborada vergessen. Die Theologin und Seelsorgerin Hildegard Aepli hat sie aus der Versenkung geholt. Wer war Wiborada, und was hat sie – die vor 1100 Jahren gestorben ist – uns heute noch zu sagen?
Weitere Themen:
- Wiborada ist die erste Frau, die von einem Papst heiliggesprochen wurde. Trotzdem ging sie vergessen. Warum?
- Dank ihr konnten Menschen, die St. Galler Klosterbibliothek und der Kirchenschatz gerettet werden. Wie ist ihr das gelungen?
- Wiborada hat sich freiwillig in eine Zelle einschliessen lassen und zehn Jahre darin gelebt. Was war ihr Auftrag?
- Seit sieben Jahren arbeiten Hildegard Aepli und ein 8-köpfiges ökumenisches Team am Wiborada-Projekt: Was motiviert sie?
- Es hat auch heftige Kritik gegeben am Projekt. Was waren die Argumente?
- Wer eine Woche in der nachgebauten Wiborada-Zelle verbringen wollte, musste sich bewerben. Welche Kriterien waren entscheidend?
- Hildegard Aepli war die erste Inklusin: Was ist ihre prägendste Erinnerung? Und was haben die Menschen ihr anvertraut?
- Im Jubiläumsjahr sitzt jeden Tag jemand in der Zelle: Ist das Projekt in der breiten Öffentlichkeit angekommen?
- 2016 pilgerte Hildegard Aepli mit dem Slogan «Für eine Kirche mit den Frauen» von St. Gallen nach Rom. Wo steht die Frauenfrage heute?
- Papst Leo XIV.: Wird er sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzen?
- Weitere Informationen zum Wiborada-Jubiläum und zum Wiborada-Projekt 2021–2026
Transcript
Es ist nicht nachvollziehbar
2
:für uns. Das war es für mich auch lange
nicht. Und ich sage aber unterdessen,
3
:ja wir müssen das nicht letztlich verstehen, was
Wiborada gelebt hat. Aber wir dürfen es deshalb
4
:nicht einfach beiseiteschieben, was Frauen und
Männer lange gemacht haben. Mit dem Ausdruck,
5
:das ist so eine sperrige Geschichte, so krass,
damit kann ich nichts anfangen. Sondern es ist
6
:wichtig, sich ihr anzunähern. Wir müssen
das sehen, was dieses Leben bis heute für
7
:eine Ausstrahlung hat, an Ausstrahlung durch
diese Initiativen immer wieder bekommen soll.
8
:Sandra Leis [:Das sagt Hildegard Aepli.
9
:Die Theologin und Seelsorgerin ist
die Initiantin des Wiborada-Projekts
10
:der St. Galler Kirchen. Wer ist die
heilige Wiborada? Und was hat sie,
11
:die vor:noch zu sagen? Und was braucht es, damit
12
:Frauengeschichte sichtbar wird? Ich bin Sandra
Leis und spreche darüber mit Hildegard Aepli im
13
:Domzentrum in St. Gallen. Hildegard Aepli,
herzlich willkommen zu unserem Gespräch.
14
:Hildegard Aepli [:Dankeschön.
15
:Sandra Leis [:Wiborada ist eine
16
:bedeutende St. Galler Stadtheilige
und die erste Frau, die von einem
17
:Papst heiliggesprochen wurde. Trotzdem
ging sie lange Zeit vergessen. Warum?
18
:Hildegard Aepli [:Ein wichtiger Grund ist die Reformation.
19
:Die Kirche Sankt Mangen, damals natürlich
eine gemeinsame katholische Kirche, an der die
20
:Wiborada-Zelle, also der Ort, wo die Frau zehn
Jahre als Eingeschlossene gelebt hat, wurde in
21
:der Reformation gestürmt. Und der Altar mit den
Wiborada-Reliquien, also ihr Grabort auch, nach
22
:aussen geschossen, und die Reformatoren haben die
Heiligenverehrung natürlich streng unterbunden.
23
:Sandra Leis [:Trotzdem, es ist erstaunlich,
24
:denn Wiborada hat St. Gallen quasi gerettet vor
einem Sturm der Ungarn. So konnten Menschen,
25
:die St. Galler Klosterbibliothek und der
Kirchenschatz gerettet werden. Sie hat
26
:allerhand für die Stadt geleistet und trotzdem
war sie über Jahrhunderte lang vergessen.
27
:Hildegard Aepli [:Immer wieder ist sie in
28
:Vergessenheit geraten, es gibt so
ein paar Auftaucher, aber es stimmt,
29
:und das ist auch das, was uns zum ökumenischen
Wiborada-Projekt motiviert hat bis heute. Der
30
:Grund ist der Umgang mit Frauengeschichte,
nicht nur in unserer katholischen Kirche,
31
:sondern überhaupt in patriarchalen Gesellschaften.
Ist die Frau, die sogar als Märtyrerin starb,
32
:die also katholischerseits noch
über Otmar und Gallus stehen würde.
33
:Sandra Leis [:Die zwei anderen großen
34
:Heiligen der Stadt St. Gallen.
35
:Hildegard Aepli [:Ja, genau. Ja, hat man ihre Geschichte
36
:einfach nicht gelesen und eingeordnet als wichtige
Frauenbiografie, als wichtiges Zeitdokument.
37
:Sandra Leis [:Sie sind die Initiantin. Was
38
:war der Auslöser, das Sie sagten, jetzt
hole ich sie aus der Versenkung raus?
39
:Hildegard Aepli [:Der Auslöser war die Tagung zum
40
:100-Jahre-Jubiläum Silja Walter im Bad Schönbrunn.
Nach einem Referat über das Leben von Silja Walter
41
:kam eine Kollegin von mir, auch eine Seelsorgerin
aus St. Gallen, zu mir und sagte, Hildegard,
42
:das Bistum St. Gallen hat es verpasst, Silja
Walter über Wiborada schreiben zu lassen. Ein
43
:Mysterienspiel, irgendwas, ein Oratorium.
Und dann sagte sie so auf mich zeigend,
44
:ja, oder du schreibst etwas. Und dann ist dieser
Gedanke, du schreibst etwas, in mich eingefahren
45
:wie ein Blitz. Aber nicht so sehr, dass ich etwas
schreiben könnte, sondern der Blitzgedanke war,
46
:wenn wir heute, wenn jemand heute über
diese Frau, die eine Lebensform gelebt hat,
47
:die wir nicht nachvollziehen können, dann
sollte sich diese Person mindestens kurzzeitig
48
:einschliessen lassen und an die Erfahrung
der Wiborada ein bisschen näher ran spüren.
49
:Sandra Leis [:Das war dann der Grundgedanke.
50
:Schauen wir noch mal kurz auf Wiborada. Sie
hat sich also zehn Jahre lang, man muss ich
51
:das vorstellen, in einer Zelle einsperren
lassen, in der Kirche, die Sie vorhin erwähnt
52
:haben. Das ist ja für heutige Menschen eher ein
abschreckendes Frauenbild. Finden Sie nicht?
53
:Hildegard Aepli [:Ja eben, ich sage darum,
54
:es ist nicht nachvollziehbar für uns. Das war
es für mich auch lange nicht, oder es gibt immer
55
:diese Denkgrenze. Und ich sage aber unterdessen,
ja, wir müssen das nicht letztlich verstehen,
56
:was sie gelebt hat, aber wir dürfen es
deshalb nicht einfach beiseiteschieben,
57
:was Frauen und Männer lange gemacht haben. Mit
dem Ausdruck, das ist so eine sperrige Geschichte,
58
:so krass, damit kann ich nichts anfangen. Sondern
es ist wichtig, sich ihr anzunähern, wie wir das
59
:zum Beispiel auch mit Bruder Klaus tun. Da sagen
auch die wenigsten, mit dem Bruder Klaus will ich
60
:nichts zu tun haben, wie der mit seiner Familie
umgegangen ist, dass der nicht gegessen hat. Wir
61
:müssen da einen Umgang finden und das sehen, was
dieses Leben bis heute für eine Ausstrahlung hat
62
:oder im Falle von Wiborada an Ausstrahlung durch
diese Initiativen immer wieder bekommen soll.
63
:Sandra Leis [:Aber im Unterschied zu
64
:Bruder Klaus, sie hat sich eingemauert.
65
:Hildegard Aepli [:Sie hat sich nicht selber eingemauert.
66
:Sandra Leis [:Sie ließ sich einmauern,
67
:sie hatte keine Türe, aber sie hatte
zwei Fenster. So die Überlieferung.
68
:Ein Fenster in die Kirche hinein und
das andere zu den Menschen. Ist es das,
69
:was Sie fasziniert an dieser Figur Wiborada,
diese zwei Fenster, diese zwei Seiten?
70
:Hildegard Aepli [:Ja, das ist das eine. Das andere ist,
71
:dass sie sich selber Grenzen gesetzt hat. Das
72
:ist jetzt meine Interpretation
des Sich-einschliessen-Lassens.
73
:Sie hat innerhalb dieser Grenzen ihr
Leben gefunden. Ich kann das so auch
74
:nicht nachvollziehen, aber für sie war das so. Sie
ist eine tief freie Frau gewesen, sonst hätte sie
75
:zwischen diesen beiden Fenstern wahrscheinlich
auch nicht ein gesundes Leben gefunden.
76
:Sandra Leis [:Wissen wir nicht genau, oder?
77
:Hildegard Aepli [:Es war körperlich bestimmt nicht gesund,
78
:weil sie zehn Jahre ohne Vitamin D gelebt
hat. Kein Sonnenstrahl zehn Jahre lang.
79
:Ihre Füsse vor allem waren verkrüppelt. Aber die
Frau war in ihrem Herzen, ihrem Geist hellwach.
80
:Sonst hätte sie diesen erwähnten Ungarn-Einfall
nicht vorhergesehen und kommuniziert. Und das
81
:ist ja für mich das Erstaunliche, dass man
auf ihren Rat, auf diese Warnung gehört hat.
82
:Sandra Leis [:Der Abt hat auf sie
83
:gehört und dann alles eingeleitet.
84
:Hildegard Aepli [:Genau. Da wurden ganze Evakuierungspläne
85
:umgesetzt und rechtzeitig umgesetzt, sodass diese
Stadt leergefegt war, als diese brandschatzenden
86
:Horden kamen. Nur die Wiborada in ihrer
Zelle blieb und wurde dann erschlagen.
87
:Sandra Leis [:Kommen wir zu Ihrem Projekt,
88
:Hildegard Aepli, Sie haben gedacht,
jetzt bauen wir diese Zelle nach,
89
:versuchen diesem Leben ein Stück weit
nachzuspüren, in dem Menschen eine Woche
90
:lang da drin sind. Das ist ja auch schon
sehr lange, in 12 Quadratmetern Umfang.
91
:Ich kann mir vorstellen, dass es da in der
Stadt St. Gallen auch Widerstand gegeben
92
:hat diesem Projekt gegenüber. Aber was waren die
Hauptargumente, die Ihnen entgegengebrandet sind?
93
:Hildegard Aepli [:Einerseits war es die Corona-Zeit, in der
94
:wir dieses Projekt gestartet haben, und das hat
Menschen vor den Kopf gestoßen. Sie sagten sich
95
:ja, spinnen die, jetzt müssen so viele Menschen
unfreiwillig zu Hause bleiben. Und da machen die
96
:ein Projekt, wo sich Freiwillige einschliessen
lassen. Also das ist wie, haben die gedanklich
97
:nicht zusammengebracht, diese Menschen. Dann
gab es Widerstand aus meinem Kollegen-Kreis. Ja,
98
:die Hildegard Aepli macht schon wieder so etwas
Gesponnenes. Da weiss ich auch nicht ganz genau.
99
:Im Einzelnen ist das auch ein bisschen tabu
geblieben, was da genau der Widerstand war.
100
:Eine Aussage, die mich natürlich sehr verletzt
hat, war, die soll mal zuerst ihre Arbeit im
101
:Ordinariat recht machen und nicht so quasi
diese mediale Aufmerksamkeit für sich suchen.
102
:Sandra Leis [:Vielleicht als Ergänzung
103
:noch für diejenigen, die das nicht wissen oder
nicht mehr ganz präsent haben. Sie sind von St.
104
:Gallen nach Rom gepilgert, wurden mit
dieser Pilgereise auch schweizweit bekannt,
105
:unter dem Slogan «Für eine Kirche mit den Frauen».
Das war ja auch etwas Medienwirksames. Vielleicht,
106
:wenn Sie sagen, die Anderen dachten, wieso schon
wieder? Das ist jetzt ein ganz anderes Projekt,
107
:aber Sie sind schon jemand, d er auffällt
mit Ideen und etwas auch umsetzt.
108
:Hildegard Aepli [:Ich gehe diesen Gedanken nach.
109
:Sandra Leis [:Ja, genau, wenn Sie einen haben.
110
:Hildegard Aepli [:Ich gebe denen Raum und schaue,
111
:ob das etwas fruchtet oder nicht.
112
:Sandra Leis [:Hatten Sie selber nie Zweifel an diesem Projekt?
113
:Hildegard Aepli [:Daran kann ich mich jetzt
114
:nicht mehr erinnern. Meine Erinnerung ist,
dass mit diesem Blitzgedanken und mit dem
115
:Äussern nachher, ich habe ja dann angefangen
mit anderen Menschen darüber zu sprechen,
116
:vor allem zum Beispiel mit der reformierten
Kirchgemeinde St. Gallen Zentrum, weil da
117
:ging es ja um diese Kirche St. Mangen und den
Nachbau dieser Wiborada-Zelle. Und da habe ich
118
:beim ersten Kontakt gespürt, dass die Türen offen
sind. Und so ist es eigentlich weitergegangen.
119
:Ein ganz wichtiges Moment war das Gespräch mit
einem befreundeten Architekten. Wir überlegten,
120
:wie machen wir das? Stellen wir da einen
Container hin oder kaufen wir ein Gartenhaus?
121
:Und dann hat dieser Architekt gesagt, nein,
nein. Da muss etwas Solides hin. Und er hat
122
:ja dann in Freiwilligenarbeit, hat uns
seine ganze Architektenarbeit geschenkt,
123
:und das sind so wichtige Anfangsmomente gewesen,
wo ich gemerkt habe, es ist Zeit für die Wiborada.
124
:Sandra Leis [::
125
:wurde nachgebaut und Sie waren die Allererste,
die sich da eine Woche reinsetzte. Wenn Sie
126
:sich zurückerinnern, was ist Ihre prägendste
Erinnerung an diese eine Woche in der Zelle?
127
:Hildegard Aepli [:Es gab eine ganz prägende Anfangserfahrung,
128
:ich wurde eingeschlossen von aussen von meinem
Patenkind und dann war plötzlich Ruhe nach einem
129
:umtriebigen Tag mit viel Vorbereitung und so.
Dann habe ich mich ein bisschen eingerichtet
130
:und dann habe ich mein Gebetbuch, das «Te
Deum», hervorgenommen und habe gelesen,
131
:was denn da für eine Tageslesung ist. Und da war
ein Text aus der Apostelgeschichte. Wo es hieß,
132
:dass der Petrus sich irgendwo einschliessen ließ.
Es ging um eine Heilung und mir ist einfach das
133
:so eingefahren, dieses Einschliessenlassen und ich
habe mich jetzt einschließen lassen. Das hat mich
134
:so dermassen getroffen, diese Übereinstimmung von
biblischem Tagestext und meiner Aktion. Und dann
135
:die ganz prägende Erfahrung am Schluss meiner
Woche. Ja, ich habe ja unterdessen mich dann
136
:mit Wiborada immer wieder beschäftigt gehabt,
bin jetzt eine Woche, siebenmal 24 Stunden,
137
:in der nachgebauten Zelle gewesen und am letzten
Tag oder am zweitletzten Tag sah ich plötzlich
138
:ein Bild wie eine Drohne so über der Stadt St.
Gallen. Ich sah den Stiftsbezirk, Klosterkirche,
139
:Stiftsbibliothek, Unesco-Weltkulturerbe, die
ganze Energie der Stadt St. Gallen liegt da drauf.
140
:Das ist wichtig in St. Gallen.
Und dann eben ganz bescheiden,
141
:die Kirche St. Mangen, das Wiborada-Grab,
das es nicht mehr gibt. Und dann sah ich, ja,
142
:die Stadt St. Gallen lebt mit einem weit offenen
Auge und mit einem geschlossenen Auge. Und das
143
:hat in mir dann die Wiborada-Geschichte nochmals
wie weiter runterrutschen lassen. Und es tauchte
144
:die Skandalenergie auf. Was für ein Skandal in
dieser Stadt, in diesem Geschichtsbewusstsein
145
:dieser Stadt, die einfach noch nicht
sieht, was diese Frau für diese Stadt ist.
146
:Sandra Leis [:Nochmal zu Ihrem Leben in
147
:der Zelle. Wurde es Ihnen da nie zu eng, dass Sie
dachten, ich will jetzt da raus, ich habe genug.
148
:Hildegard Aepli [:Die Enge war nicht mein Problem, aber die Stühle
149
:da drin sind nicht ganz so bequem. Und irgendwie
am Donnerstag konnte ich nicht mehr auf diesem
150
:Stuhl sitzen und ich sehnte mich nach Bewegung und
grünen Matten und Spaziergang und frischer Luft.
151
:Sandra Leis [:Dieses Projekt ist ja mehr als ein
152
:Selbsterfahrungstrip, es geht ja auch darum,
dass man Kontakt mit den Menschen aufnimmt,
153
:dass die Menschen zu einem kommen können, man
ist da, man ist präsent, man kann auch Fürbitten
154
:hinterlegen und die Inklusin oder der Inkluse
nimmt es dann mit in sein oder ihr Gebet. Erinnern
155
:Sie sich noch, was für Menschen sind zu Ihnen
gekommen, und was haben sie Ihnen anvertraut?
156
:Hildegard Aepli [:Ja, also zuerst mal war ich überrascht,
157
:wie viele Menschen kamen. Ich hatte 147 Besuche in
dieser Woche und eine grosse Menge an Fürbitten.
158
:Und die Fürbitten der Kinder, die haben mich
umgehauen. Ja, weil da standen halt so ehrliche
159
:Sätze wie Lieber Gott, mein Vater trinkt und
dann eine Bitte. In dieser Dünnhäutigkeit,
160
:in der man dann ist, auch in dieser
Zelle, es hat mich erschüttert. Ja,
161
:und an eine Begegnung erinnere ich mich mit einem
Mann, den kannte ich, der kam. Ich öffnete das
162
:Fenster und da kam fadegrad eine Geschichte,
die ihm schwer auflag. Die legte er einfach
163
:so hin und da staunte ich einfach darüber, dass
er so gezielt kam, um das bei mir zu deponieren.
164
:Sandra Leis [:Wer sich da einsperren lassen wollte
165
:für eine Woche, musste sich bewerben. Welche
Kriterien haben Sie da gesetzt in der Gruppe?
166
:Hildegard Aepli [:Ja, es ist eine ganze Reihe von Kriterien. Also,
167
:die Leute haben sich verpflichtet, an drei
Vorbereitungstreffen teilzunehmen. Sie mussten
168
:sich mit Wiborada auseinandersetzen. Dann haben
wir gefragt, bist du psychisch stabil? Nimmst du
169
:Medikamente? Hast du eine Gebetspraxis? Kannst du
alleine sein? Bist du bereit, mit diesen Anliegen,
170
:von denen wir gerade gesprochen haben, für die
Menschen, die ein Anliegen hinterlegen, zu beten?
171
:Das mussten die Leute alles schriftlich
beantworten bei der Bewerbung.
172
:Sandra Leis [:Dann haben Sie auch
173
:welche abgelehnt? Also hatten Sie genug
Anfragen, Menschen, die das machen wollten’
174
:Hildegard Aepli [:Wir haben in den letzten
175
:Jahren immer fast doppelt so viele
oder noch mehr Bewerbungen gehabt.
176
:Sandra Leis [:Sie konnten auswählen, heisst das?
177
:Hildegard Aepli [:Wir mussten auswählen, und die
178
:negative Seite war, dass es
Absagen gab für manche Bewerbende.
179
:Sandra Leis [:Darf ich fragen, hat jemand,
180
:der eine Zusage bekommen hat, dann das
auch mal abbrechen müssen nach vier,
181
:fünf Tagen, weil sie oder er es einfach
nicht mehr ausgehalten hat in der Zelle?
182
:Hildegard Aepli [:Bis heute nicht.
183
:Sandra Leis [:Nicht passiert?
184
:Hildegard Aepli [:Nein.
185
:Sandra Leis [:Und trotzdem, Sie haben gesagt,
186
:man werde auch sehr dünnhäutig. An
was liegt das, was vermuten Sie?
187
:Hildegard Aepli [:Es ist dieses Eingeschlossensein und es sind
188
:die Erfahrungen, die man in dieser Woche macht,
die einzigartig sind. Eine Erfahrung ist ja auch,
189
:die Eingeschlossenen sind total angewiesen auf
die Versorgung von aussen. Sie haben keinen
190
:Kühlschrank, keinen Kochherd. Das Essen wird
gebracht, und sie wissen nicht von wem. Es kommt
191
:jemand, eine freiwillige Person, die eine warme
Mahlzeit zu Hause vorbereitet hat und beschenkt
192
:diese Inklusin oder diesen Inklusen mit dem Essen.
Und am Morgen kommt immer eine Seelsorgerin oder
193
:ein Seelsorger, bringt ein frisches Brot,
bringt frisches Wasser und kommt für ein
194
:seelsorgerliches Gespräch. Das ist mit ein Grund
denke ich auch, warum niemand abbrechen konnte,
195
:weil wir wirklich gesagt haben, diese Menschen
müssen geistlich begleitet werden in dieser Zeit.
196
:Sandra Leis [:In der Vorbereitung auf
197
:diese Podcast-Folge bin ich in
«St. Galler-Tagblatt» auf einen
198
:Artikel gestossen mit dem Titel «Der letzte
Versuch für ein Jubiläum». So stand das in
199
:«St. Galler Tagblatt» vor zwei Jahren.
Was ist in der Zwischenzeit passiert?
200
:Hildegard Aepli [:Genau, wir haben früh
201
:verschiedenen Menschen gesagt, unter anderem
der Stadt Sankt Gallen, der Stadtpräsidentin,
202
:dass wir, unser ökumenisches Team, nicht
die Kapazität haben für ein Jubiläumsjahr,
203
:um etwas Zusätzliches noch aufzugleisen.
Und außerdem war es uns ein Anliegen,
204
:die Wiborada aus dem kirchlichen Kreis
herauszuholen, weil wir sahen, welche
205
:Relevanz sie hat für uns als Gesellschaft, für uns
als Kultur hier vor Ort. Ja, und diese Versuche
206
:sind immer gescheitert mit diesen Gesprächen.
Also man hat uns immer gesagt, ja genau, klar,
207
:das braucht ein Jubiläum unbedingt. Und wenn
es dann aber konkret darum ging, um personelle
208
:oder finanzielle Ressourcen, dann ist das immer
wieder versandet. Und dann gab es einen Stadtrat,
209
:der hat gesagt, das kann doch gar nicht sein,
diese Frau muss gewürdigt werden und das war
210
:ein entscheidender Impuls. Und dann gab es
eine Sitzung mit der Stadtratspräsidentin,
211
:mit diesem zweiten Stadtrat und da wurde dann
beschlossen, dass es eine kleine finanzielle
212
:Basis gibt, um ein Vorprojekt zu starten. Eine
Kommunikationsfrau wurde dafür angefragt und die
213
:hat eine Projektskizze mit uns zusammen und mit
einigen Leuten, die für Brainstorming gefragt
214
:wurden, erstellt. Und sie selber ist dann aber
wieder abgesprungen, aber auf dieser Basis ist
215
:es schlussendlich wirklich im letzten Moment,
eigentlich erst letztes Jahr im März, haben wir
216
:diesen Wiborada-Jubiläumsverein gründen können
und da ist jetzt auch viel ins Rollen gekommen.
217
:Sandra Leis [:Wenn man sich das anschaut auf der
218
:Webseite, das ist ein sehr umfangreiches Programm
durch das ganze Jahr hindurch. Ausstellungen,
219
:Diskussionen, auch partizipative Möglichkeiten.
Und was anders ist als in den anderen Jahren,
220
:an jedem Tag sitzt ein Mensch in der Zelle.
Also es gibt immer noch diese Wochen dann,
221
:die sind im Mai, aber seit Januar sitzt ein Mensch
den ganzen Tag in der Zelle. Wie schwierig oder
222
:wie einfach war es da, Menschen zu finden, die
im Winter in der Zelle sitzen den ganzen Tag?
223
:Hildegard Aepli [:Schnell vorweg, wir haben eine
224
:kleine Heizung in der Zelle, es ist da nicht
kalt und da sind auch alle immer überrascht,
225
:wenn sie in die Zelle reinkommen und merken,
ist das gemütlich hier. Aber die andere Frage,
226
:ja, wir habe uns zum Ziel gesetzt, vom 1.
. Dezember:
227
:Tag jemand in der Zelle präsent sein
wie Wiborada. Ja, wir haben die ersten
228
:Tage im Januar, haben sich eigentlich schnell
gefüllt und zwar mit ehemaligen Inklusinnen.
229
:Sandra Leis [:Für die war es keine Sache,
230
:natürlich. Die waren es ja schon gewohnt.
231
:Hildegard Aepli [:Genau. Und dann sagten wir uns,
232
:wenn es uns gelingt, den Januar und dann auch den
Februar zu füllen, dann fliegt das wahrscheinlich,
233
:weil dann genug Menschen drin waren, die
anderen sagen, hey, das musst du auch machen,
234
:das ist toll, so ein Tag, eine andere Erfahrung
und so. Und so ist es jetzt auch gekommen.
235
:Es ist ja jetzt ausgebucht, ich habe jetzt
nicht mehr den Blick, Mitte August bestimmt.
236
:Sandra Leis [:Und Sie haben auch
237
:stadtprominente Persönlichkeiten, die sich
da reinsetzen. Beispielsweise Bischof Beat
238
:Grögli war während der Fastenzeit an
einem Samstag präsent einen ganzen Tag.
239
:Und auf der Webseite habe ich gelesen, auch die
von Ihnen schon erwähnte Stadtpräsidentin Maria
240
:Pappa wird im Juni einen Tag in der Zelle
verbringen. Sind solche Persönlichkeiten
241
:Publikumsmagnete? Kommen da noch mehr Leute? Das
stelle ich mir jetzt mal vor, aber ist das so?
242
:Hildegard Aepli [:Ich glaube nicht.
243
:Sandra Leis [:Warum? Hemmschwelle?
244
:Hildegard Aepli [:Also es gab bei Bischof Beat bestimmt Besuchende,
245
:aber ich bin ja im Kontakt fast jeden Tag mit den
Leuten. Es gibt Leute, die haben 25 bis 30 Besuche
246
:pro Tag. Es kommt immer ein bisschen darauf an,
wie man selber Werbung macht im eigenen Umfeld und
247
:sagt, komm mal vorbei. Ja. Aber wir haben auch
gedacht, zum Beispiel war Marius Tschirky, ein
248
:bekannter Musiker mit Kinderliedern, einen Tag in
der Zelle, und er hatte praktisch keinen Besuch.
249
:Da hätten wir gedacht, dass er so magnetisch
wirkt, das ist aber nicht eingetroffen.
250
:Sandra Leis [:Das Projekt selbst verkündet jeden
251
:Tag auf Social Media, wer jetzt da ist und auch
noch warum. Das finde ich interessant zu lesen,
252
:weshalb sich diese Person jetzt entschieden hat
zu sitzen. Also gibt auch noch einen kurzen Text.
253
:Hildegard Aepli [:Ja, das ist total spannend,
254
:was die Leute schreiben.
255
:Sandra Leis [:Was sie schreiben, finde ich eben auch spannend.
256
:Ende Jahr schließen Sie dieses Projekt ab,
257
:weil Wiborada:von Anfang an klar, dass:
258
:Die Zelle wird zurückgebaut. Aber was bleibt
jetzt? Gibt es hier einen Gedenkort und eine
259
:Tafel? Gibt's da schon Pläne, wie man jetzt
künftig an Wiborada erinnern soll oder will?
260
:Hildegard Aepli [:Das ist im Moment noch nicht spruchreif. Es ist
261
:auch noch gar nichts entschieden. Es ist nur von
uns her entschieden, dass wir abschließen werden,
262
:dass wir das Projekt beenden werden. Wir
haben auch die Auflage von der Stadt her
263
:mit der Baubewilligung der Zelle. Das mussten wir
jedes Jahr neu einholen und der Denkmalschutz. Ja,
264
:letztlich ist es eine grosse Frage der
reformierten Kirchgemeinde St. Gallen Zentrum,
265
:was sie sich vorstellen, was an diesem
Wiborada-Ort in Zukunft geschehen soll.
266
:Da laufen diese Überlegungen erst
noch, das ist noch nicht geboren.
267
:Sandra Leis [:Sie haben sich jetzt insgesamt
268
:sieben Jahre mit Wiborada intensiv beschäftigt.
Sie haben:
269
::jemandem raten, der auch ein Projekt stemmen
270
:möchte? Was ist das Wichtigste, wenn man so
etwas in Angriff nehmen will und auch durchzieht?
271
:Hildegard Aepli [:Ja, das Wichtigste ist bei mir jetzt der
272
:Blitzgedanke gewesen und dann die Entscheidung,
ich gebe dem Raum, also ich investiere mich und
273
:für mich ist es auch immer klar gewesen, wenn
die Türen nicht aufgehen, dann gebe ich es sofort
274
:wieder her. Dann habe ich es versucht und ich boxe
nichts durch, sondern da, wo die Türen aufgehen,
275
:da gehe ich mit, da scheint etwas reif zu sein,
und für mich ist das ein wichtiges Kriterium.
276
:Sandra Leis [:Wer ein langjähriges Projekt stemmt
277
:und es dann zu Ende bringt, fällt manchmal
auch in ein Loch. Kennen Sie dieses Gefühl?
278
:Hildegard Aepli [:Nein.
279
:Sandra Leis [:Dann kommt das Nächste.
280
:Oder wie gehen Sie damit um? können
Sie das einfach gut abschließen?
281
:Hildegard Aepli [::
282
:mit den Frauen ein grosses Pilgerprojekt
nach Rom. Und danach gab es noch ein Buch,
283
:also die Arbeit ging noch weiter. Und danach
kam die Idee mit dem Wiborada-Projekt. Also
284
:das ging irgendwie vom einen ins andere über.
Ja, jetzt mal schauen. Vielleicht habe ich
285
:dann ein Loch nächstes Jahr. Für mich wäre es
auch in Ordnung, ein bisschen mehr Freizeit
286
:zu haben und in einem Loch, in den Löchern
entstehen ja immer da, wo etwas fehlt oder da,
287
:das ist für mich wie auch der Humus oder der
Boden, wo dann das Neue wieder sprießen kann.
288
:Sandra Leis [:
289
:Sie haben es gesagt, für eine Kirche
mit den Frauen, so hieß und heißt der
290
:Slogan. Sie kämpfen seit vielen Jahren für mehr
Gleichberechtigung in der katholischen Kirche.
291
:Sie sind nach Rom gepilgert, nur weder Papst
Franziskus noch Kurt Koch, der Kardinal, der
292
:Schweizer Kardinal haben Sie empfangen. Hildegard
Aepli, wie gehen Sie mit Enttäuschungen um?
293
:Hildegard Aepli [:In diesem Fall bin ich dieser Enttäuschung schon
294
:lange vorher begegnet. Ich habe nämlich unserem
Team schon ein Jahr bevor wir losgelaufen sind,
295
:gesagt, jetzt stellt euch mal vor, wir investieren
uns jetzt vorbereitungsmässig mit zig Stunden für
296
:dieses Projekt. Dann laufen wir sieben Wochen
lang nach Rom, investieren Zeit, Geist und Geld.
297
:Und in Rom werden wir nicht empfangen. Stellt
euch das mal vor und es ist mir wichtig, dass
298
:wir unsere Entscheidung vor diesem Hintergrund
fällen. Machen wir es trotzdem? Oder machen wir
299
:uns davon abhängig, was in Rom geschieht? Und
es haben alle gesagt, wir machen es trotzdem.
300
:Also von daher war die Enttäuschung schon
mal ein bisschen abgefedert. Und es ist
301
:einfach auch Realismus. Weil wir haben dem
Papst vorgängig über sein Staatssekretariat
302
:Briefe geschrieben. Auch Kurt Koch haben wir
geschrieben und die Antworten kamen schriftlich,
303
:nicht gerade sofort, aber sie kamen irgendwann,
und es hieß klar, dass wir nicht empfangen werden.
304
:Sandra Leis [:Also Sie wussten das schon,
305
:wollten aber gleich wohl ein Zeichen setzen.
Sie bleiben hartnäckig. Ich habe gelesen,
306
:dass am 2. Mai, also das ist dann der Todestag
von Wiborada, es auch wieder eine Pilgereise,
307
:also eine kleinere, hier in der Umgebung gibt.
Und auch da ist wieder der Slogan da, für eine
308
:Kirche mit den Frauen. Also es ist Ihnen bis heute
ein grosses Anliegen und das ziehen Sie durch.
309
:Hildegard Aepli [:Ja, das war die Entscheidung
310
:dann nach diesem Pilgern nach Rom. Was kann
denn davon weitergehen? Und hier im Bistum St.
311
:Gallen haben wir gesagt, wir machen am 2.
Mai, dem Wiborada-Tag, einen Pilgertag,
312
:wo wir das einfach wachhalten, dieses
Anliegen für eine Kirche mit den Frauen.
313
:Sandra Leis [:Sie bleiben da dran,
314
:an diesem Thema, doch Hand aufs Herz, puncto
Frauenfrage. Was hat sich in diesen zehn Jahren,
315
:sind es jetzt ja:positiv entwickelt aus Ihrer Sicht für die Frauen?
316
:Hildegard Aepli [:Wenn man einfach so kurz drüberschaut,
317
:könnte man sagen, es bewegt sich nichts.
Jetzt gab es aber im März im Kloster Fahr
318
:eine Tagung von einer Gruppe, die sich da
regelmässig trifft, zusammen mit der Priorin
319
:Irene. Und die haben sich gesagt, wir machen ein
Wochenende, wo es darum geht, zurückzuschauen,
320
:was ist geschehen in diesen zehn Jahren.
Professorin Eva-Maria Faber und Professor
321
:Franz Mali waren da. Und Franz Mali hat eine
kleine Recherche gemacht. Was lässt sich denn
322
:konkret sagen, was in diesen zehn Jahren sich
verändert hat? Und das dann von ihm so zu hören,
323
:war dann für mich doch eindrücklich. Von
geschieht schon was. Es ist einfach nicht da,
324
:wo wir Schweizerinnen oder Mitteleuropäer,
fortschrittlich Denkende uns das wünschen.
325
:Da sind wir längst nicht und das ist für
diese Pioniere oder ja, ist das immer hart
326
:und frustrierend. Aber es ist heilsam, dann
im Kleinen zu sehen, was geschieht. Und für
327
:mich ist die Synodalität, die Papst Franziskus
uns aufgetragen hat, als Erbe mitgegeben hat,
328
:ist für mich schon auch ein wichtiger Schlüssel
für Entwicklung, nochmals von einem anderen
329
:Ansatz her. Ich finde ihn unglaublich klug und
hilfreich. Also diese synodale Gesprächskultur.
330
:Sandra Leis [:Und Frauen hatten ja da
331
:auch zum ersten Mal ein Stimmrecht. Also Sie
denken an solche Schritte, wenn ich Sie richtig
332
:verstehe oder dass Frauen in Führungspositionen
berufen wurden. Da gibt es ja auch verschiedene.
333
:Hildegard Aepli [:Vor zehn Jahren haben wir gesagt, ja, der
334
:Papst beruft ja Frauen in diese Untersekretariate.
Aber unterdessen haben sie richtig grosse
335
:Verantwortung. Und das finde ich auch wichtig
zu sehen. Es beginnt klein, aber es wächst.
336
:Sandra Leis [:Glauben Sie, dass Papst Leo
337
:XIV. sich für Gleichberechtigung
der Geschlechter einsetzen wird?
338
:Hildegard Aepli [:Da muss ich jetzt ehrlicherweise sagen,
339
:dass ich diese Frage noch nicht beantworten kann.
Ich glaube, er hat schon mal was in eine andere
340
:Richtung gesagt. Ich habe so etwas mal gehört.
Aber das ist für mich immer schwierig, weil
341
:ich mich dann nicht vertieft dem widme und ich
finde, das schnelle oberflächliche mir ein Bild
342
:machen gefährlich. Ich finde, er ist jetzt einfach
sackstark mit seinen Worten den Kriegen gegenüber.
343
:Sandra Leis [:Sie haben vorhin gesagt,
344
:Sie können sich auch vorstellen, künftig
ein bisschen mehr Freizeit zu haben. Gibt
345
:es trotzdem etwas, was Sie denken, das
packe ich vielleicht an, im 27 oder 28?
346
:Hildegard Aepli [:Es gibt ein Projekt,
347
:das jetzt schon am Laufen ist. Das sind die
grossen ökumenischen Exerzitien im Alltag.
348
:Die boomen ja gerade. Und da bin ich daran, das
ugleisen. Das wäre dann für:
349
:spruchreif. Da bin ich dann schon pensioniert.
Und das werde ich aber trotzdem begleiten.
350
:Sandra Leis [:Hildegard Aepli, vielen Dank für dieses Gespräch
351
:und viel Energie und Power für das Wiborada-Jahr,
. Dezember:
352
:Hildegard Aepli [:Ich danke auch sehr für dieses Gespräch.
353
:Sandra Leis [:Das ist die 68. Folge des Podcasts «Laut + Leis».
354
:Zu Gast war die Theologin Hildegard Aepli. Sie
hat das Wiborada-Projekt in SG initiiert. Alle
355
:Links zum Jubiläum findet ihr in den Shownotes.
Über Feedback freuen wir uns: Schreibt gerne per
356
:Mail an podcast@kath.ch oder per WhatsApp auf die
Nummer 078 251 67 83. Und: Abonniert den Podcast
357
:und bewertet ihn positiv, wenn er euch gefällt.
In der nächsten Folge von «Laut + Leis» begrüsse
358
:ich Graziella Contratto. Die international
tätige Dirigentin und Musikpädagogin wagt
359
:mit bald 60 den Schritt in die Literatur und
hat soeben ihren ersten Roman veröffentlicht.
360
:Darin schreibt sie über ihre katholische Kindheit
in der Innerschweiz und verrät, wie sie die
361
:Tonhöhe der Kirchenglocke erkennt. Bis in zwei
Wochen – und bleibt laut und manchmal auch leise.
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.




