Bischof Beat freut sich über die neuen Räumlichkeiten
Schweiz

Bischof Beat Grögli bezieht renoviertes Bischofshaus

Ein Haus mit Geschichte und neuer Offenheit: So will das frisch renovierte Bischofshaus in St. Gallen sein. Die Bauarbeiten wurde termingerecht und im Budget abgeschlossen, dennoch gab es Herausforderungen bei der Sanierung.

Jacqueline Straub

Nach rund acht Monaten intensiver Renovationsarbeiten ist es so weit: Der St. Galler Bischof Beat Grögli hat das frisch erneuerte Bischofshaus im Stiftsbezirk bezogen. Die umfassende Sanierung des historischen Gebäudes konnte planmässig und innerhalb des bewilligten Budgets abgeschlossen werden – ein Ergebnis, das sowohl Bauherrschaft als auch Projektleitung mit Zufriedenheit erfüllt, wie aus einer Mitteilung des Bistums St. Gallen zu entnehmen ist.

Bischof Beat und Armin Bossart, Präsident des Administrationsrats zeigen das neue Bischofshaus.
Bischof Beat und Armin Bossart, Präsident des Administrationsrats zeigen das neue Bischofshaus.

Am Dienstag gaben Bischof Beat Grögli, Administrationsratspräsident Armin Bossart und Projektleiter Manuel Baumann Einblicke in die Herausforderungen und Besonderheiten der Sanierung sowie in die zukünftige Nutzung des Hauses.

Historische Substanz trifft moderne Infrastruktur

Das traditionsreiche Gebäude, einst Abtwohnung und seit 1847 Sitz des Bischofs von St. Gallen, präsentiert sich nach der Renovation in neuem Glanz – klarer, funktionaler und dennoch seinem historischen Charakter verpflichtet. Eine moderne Infrastruktur mit neuen Nasszellen und Küche sowie eine vollständige Umstellung auf LED-Beleuchtung ergänzen den historischen Charakter des Gebäudes.

Bischofshaus St. Gallen
Bischofshaus St. Gallen

Das Dachgeschoss wurde vollständig zurückgebaut und neu gestaltet. Dort befindet sich heute ein 2,5-Zimmer-Studio, indem Grögli nun wohnen wird. «Das Bischofshaus ist ein Haus, das Tradition und Gegenwart verbindet, das ist grossartig gelungen», wird der Bischof in der Mitteilung zitiert.

Ein Ort der Begegnung

Das Bischofshaus soll künftig weit mehr sein als Wohn- und Arbeitsort. Geplant ist eine Öffnung für vielfältige Begegnungen: Gespräche mit Firmandinnen und Firmanden, Führungen, kleinere Konzerte im Festsaal sowie Treffen mit Gruppen aus Kirche und Gesellschaft.

Auch bestehende Anlässe wie die Neujahrsbegrüssung oder die Jubilarenfeier im Rahmen der Chrisammesse bleiben fester Bestandteil des Jahresprogramms.

«Ziel ist es, das Bischofshaus als einladenden Ort zu gestalten, an dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen und Gemeinschaft erleben», so Bischof Beat Grögli. Ein Haus mit Geschichte – ein Ort mit Zukunft.

Komplexe Sanierung erfolgreich umgesetzt

Die Renovation stellte die Beteiligten vor anspruchsvolle Aufgaben. In der historischen Bausubstanz kamen Installationen und Materialien aus verschiedenen Epochen zum Vorschein, deren Zustand oft erst im Verlauf der Arbeiten sichtbar wurde. «Hier ging es darum, alles auf den heutigen technischen Stand zu bringen. Auch die Anforderungen an den Brandschutz erforderten entsprechende Massnahmen. Und das gesamte Dachgeschoss, in dem Bischof Beat Grögli nun sein 2,5-Zimmer-Studio hat, wurde bis auf das Tragwerk zurückgebaut», sagt Projektleiter Manuel Baumann, Architekt bei «Finger Hutter Architekten» in St. Gallen, laut Mitteilung.

Projektleiter und Architekt Manuel Baumann
Projektleiter und Architekt Manuel Baumann

«Der vom Katholischen Kollegium gesprochene Kreditrahmen von 2,1 Millionen Franken für die Sanierung des Bischofshauses kann eingehalten werden», sagt Armin Bossart, Administrationsratspräsident. Als Vertreter der Bauherrschaft – die Gebäude sind Eigentum des Katholischen Konfessionsteils St. Gallen – zeigte er sich sehr erfreut über das Ergebnis. Es sei gelungen, die unterschiedlichsten Erwartungen auf einen Nenner zu bringen.

Angesichts der rund 860 Quadratmeter Fläche, der letzten umfassenden Renovation in den 1950er-Jahren und der fehlenden Standardmasse der historischen Struktur relativieren sich die Kosten, so Armin Bossart. Zusätzlich wurde der Estrich gedämmt – ein Beitrag zur ökologischen Nutzung des Gebäudes.

Gemeinsame Verantwortung für die Zukunft

Die enge und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten war ein zentraler Erfolgsfaktor. «Alle Parteien haben ihre Verantwortung gegenüber der Historie des Baus wahrgenommen, um diesen auch für die nächste Generation zu erhalten», so Armin Bossart.

Anzeige ↓     Anzeige ↑

Bischof Beat freut sich über die neuen Räumlichkeiten | © Roger Fuchs
1. April 2026 | 17:00
Lesezeit : ca. 2  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!