«Mittelalterliches Wochenende» zum 750. Geburtstag der Kathedrale in Lausanne
Die Kathedrale von Lausanne feierte jüngst offiziell ihr 750-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten begannen bereits im Februar mit verschiedenen Konzerten, Besichtigungen und Ausstellungen und dauern bis zum Ende des Jahres an.
(cath.ch/woz) Dieses Jubiläum markiert nicht das Ende des Baus der Kathedrale, der sich von 1170 bis etwa 1235 erstreckte, sondern ihre Weihe. An diesem Tag, dem 20. Oktober 1275, weihte Papst Gregor X. in Anwesenheit von Kaiser Rudolf von Habsburg offiziell Notre-Dame de Lausanne ein.
Am vergangenen Montagnachmittag, 750 Jahre später, lobte Guy Parmelin eine Kathedrale, «die uns mit ihrer Ruhe, ihrer Feierlichkeit und ihrer Schönheit umgibt», wie RTS berichtete.
Die Feierlichkeiten zum 750-jährigen Jubiläum beschränken sich aber nicht nur auf diese offizielle Zeremonie. Sie begannen im Februar mit verschiedenen Konzerten, Besichtigungen und Ausstellungen und dauern bis zum Ende des Jahres an. Zu den weiteren Höhepunkten zählt eine interreligiöse Feier, die für Sonntag, 16. November, geplant ist.
Mittelalter-Wochenende
Der nächste Termin für die breite Öffentlichkeit ist für Samstag und Sonntag, 25./26. Oktober, mit einem «mittelalterlichen Wochenende» geplant. Neben Führungen und Konzerten werden insbesondere verschiedene Vorführungen von Handwerkern und Waffenmeistern angeboten.
Handwerker, Gesellen, Baumeister, Künstler und Soldaten werden anlässlich eines mittelalterlichen Wochenendes, das zum 750-jährigen Jubiläum des Gotteshauses organisiert wird, die Kathedrale von Lausanne und ihre Umgebung in Beschlag nehmen. Auf dem Programm stehen die Entdeckung historischer Handwerksberufe, Vorführungen alter Waffen und mittelalterliche Verkostungen.
Führungen durch die Kathedrale
Mehrere Dutzend Handwerker und Fachleute, nicht zu vergessen das Team der Kathedralführer, werden an diesem festlichen und farbenfrohen Wochenende beteiligt sein. Die Besucher können die Lederverarbeitung, das Prägen von Münzen, die Steinmetzkunst oder die Herstellung von Glasmalereien entdecken. Die Führer bieten Führungen durch das Gebäude an, bei denen sie dessen Architektur und Geschichte detailliert erläutern. Am Samstagnachmittag kann die Krypta mit ihren Grabstätten besichtigt werden.
Gesangseinlagen sorgen für Unterhaltung in der Kathedrale, darunter ein Konzert mit mittelalterlichen Liedern am Samstag und am Sonntag eine Besichtigung der grossen Orgel von 14.30 bis 15.30 Uhr. Für Kinder gibt es mehrere Aktivitäten, darunter Drillübungen mit Hellebarden.
«Ort, der über Lausanne wacht»
Die Präsidentin der Waadtländer Regierung, Christelle Luisier, beschrieb die Kathedrale an der offiziellen Feier vergangenen Montag als «einen Ort, der über Lausanne wacht», «eine Präsenz und einen Orientierungspunkt», der nicht nur Teil der Landschaft, sondern auch des Innenlebens der Menschen ist, die ihn frequentieren», wurde sie von RTS zitiert.
Die Politikerin betonte auch den Willen des Kantons Waadt, «diesen Schatz» für künftige Generationen zu bewahren, wie die regelmässigen Renovierungskampagnen des Gebäudes zeigen.
Die Verwendung von Molasse, einem besonders weichen und brüchigen Gestein, erfordere eine ständige Pflege. «Das Problem der Alterung von Molasse ist seit langem bekannt. Seit dem Bau gab es immer wieder Restaurierungszyklen», erklärt der Architekt Yves Golay, Präsident der technischen Kommission der Kathedrale, im Forum. Seit November letzten Jahres steht das Gebäude jedoch ohne Gerüste da.
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