Aargauer Frauenpreis für Gemeindepolitikerinnen: «ermutigende Vorbilder»
Der Aargauische Katholische Frauenbund hat 97 Frauen im Kanton Aargau mit dem Frauenpreis geehrt, die sich als «Gemeindammann» oder «Vizeammann» für ihre Ortschaft engagieren.
Regula Pfeifer
Mit dem diesjährigen Frauenpreis hat der Aargauische Katholische Frauenbund (AKF) am Sonntag 41 Frauen ausgezeichnet, die im Aargau als «Gemeindammann» tätig sind, also eine Gemeinde leiten. Und dazu 56 Frauen, die sich als dessen Stellvertretung, als «Vizeammann», engagieren. Das teilt der AKF mit und benutzt dabei die männliche Bezeichnung für diese Führungspositionen.
Toppolitikerinnen von Brugg und Zofingen
Unter den Ausgezeichneten sollen die drei erwähnt werden, welche die grössten Ortschaften im Aargau leiten. Es sind dies Christina Guyer, «Gemeindammann» der Kleinstadt Zofingen mit rund 13’000 Einwohnenden, und Dorothea Frei in derselben Position in der ähnlich grossen Stadt Brugg. Yvette Körber von Oberentfelden leitet ein grosses Dorf – mit knapp 9000 Einwohnenden. Bei den übrigen ausgezeichneten obersten Politikerinnen handelt es sich um kleinere Gemeinden.
Der AKF begründet die Preisvergabe damit, dass sich diese Frauen «mit besonderem Engagement» für das Gemeinwesen einsetzen. «Sie übernehmen politische Verantwortung, stärken den sozialen Zusammenhalt und setzen sich mit Nachdruck für die Anliegen von Frauen und Familien aus».
«Die Preisträgerinnen handeln lösungsorientiert, verantwortungsvoll und mit einem starken Sinn für das Gemeinwohl.»
Pia Viel, AKF-Präsidentin und Co-Präsidentin Frauenbund Schweiz
Es sei wichtig, dass Frauen auf Gemeindeebene mitgestalten und gehört werden, so der AKF. «Mit dem AKF-Frauenpreis machen wir sichtbar, wie viel Kraft und Veränderung von Frauen in der Kommunalpolitik ausgeht», sagt Pia Viel, Präsidentin des AKF laut Mitteilung. «Die Preisträgerinnen sind ermutigende Vorbilder. Sie handeln lösungsorientiert, verantwortungsvoll und mit einem starken Sinn für das Gemeinwohl.» Pia Viel ist auch Co-Präsidentin des Frauenbunds Schweiz, der nationalen Dachorganisation von Frauenorganisationen wie dem AKF.
Der festliche Anlass fand am Sonntagabend im Casino in Bremgarten statt. 35 der ausgezeichneten Gemeindepolitikerinnen waren anwesend. Grussworte an die Anwesenden richtete die wohl bekannteste Aargauer Politikerin, Irène Kälin, die als Nationalratspräsidentin von 2021 bis 2022 die nationale Politik aktiv mitgestaltete.
Der AKF verleiht jedes Jahr einen Frauenpreis, nun zum 29. Mal. Der Preis ist mit 20’000 Franken dotiert. Aufgeteilt auf die 97 diesjährigen Preisträgerinnen macht das noch rund 200 Franken pro Person.
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