Rückgang bei Priesterweihen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina
Im Jahr 2025 gibt es nur noch 53 Priesterweihen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Im Jahr zuvor wurden 63 Männer zu Priestern geweiht. Eine Ordensgemeinschaft zählt besonders viele priesterliche Berufungen.
Ivo Lovri (KAP)
Kroatien hat in diesem Jahr 41 Priesterweihe und Bosnien-Herzegowina 12. Laut Daten der katholischen Wochenzeitung «Glas Koncila» stellt dies einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr dar: In Bosnien-Herzegowina sank die Zahl von 13 auf 12 Neupriester, in Kroatien von 50 auf 41.
Den grössten Anteil an Neupriestern verzeichnete die Erzdiözese Zagreb. Dort weihte Erzbischof Draen Kutlea am 21. Juni insgesamt 24 Kandidaten, darunter zehn Diözesanpriester und 14 Ordensleute. Auf Platz zwei liegt das Bistum Pore-Pula mit drei Weihen – einer der Kandidaten stammt aus Kolumbien, wie die kroatische katholische Presseagentur IKA meldete.
Viele Berufungen bei Franziskaner
Insgesamt sind die Ordensbrüder am stärksten unter den diesjährigen Neupriestern in Kroatien und Bosnien-Herzegowina vertreten. Von insgesamt 53 Priesterkandidaten in den beiden Ländern kamen 28 aus verschiedenen Orden und 25 aus den Diözesen. Den stärksten Zugang verzeichnet die bosnische Franziskanerprovinz mit sechs Kandidaten – zwei stammen aus dem Kosovo. Auch andere Franziskanerorden und -provinzen erfreuen sich dieses Jahr über Priesterkandidaten. Die Salesianerbrüder Don Boscos, die auch in Kroatien sehr aktiv sind, haben dieses Jahr vier Neupriester.
Unter den Neugeweihten befindet sich zudem ein Priester der griechisch-katholischen Kirche. Darüber hinaus wurde ein Kroate für das niederländische Bistum Haarlem-Amsterdam geweiht.
Der Rückgang an Priesterberufungen zeigt sich auch daran, dass einige Diözesen für 2025 keine Diözesanweihen verzeichnen konnten. 2024 galten Kroatien und Bosnien-Herzegowina mit insgesamt 63 Neupriestern – um 18 mehr als 2023 – noch als vergleichsweise fruchtbar, wie Beobachter betonen.
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