Kardinal Kurt Koch
Schweiz

Kardinal Koch: «Ich bete, dass der Herr Papst Franziskus begleitet»

Der Schweizer Kardinal Kurt Koch hat am Montagabend am ersten öffentlichen Rosenkranzgebet des Vatikans für Papst Franziskus teilgenommen. «Die Gebetsatmosphäre war gut», sagt er gegenüber kath.ch. Den Papst konnte er nicht im Spital besuchen, weil Franziskus Ruhe braucht.

Regula Pfeifer

Waren Sie am Montagabend am Rosenkranzgebet für Papst Franziskus auf dem Petersplatz dabei?

Kardinal Kurt Koch*: Alle in der römischen Kurie, die teilnehmen konnten, haben teilgenommen. Das war auch für mich der Fall.

«Es war sehr schön zu sehen, wie viele Gläubige mitgebetet haben.»

Und wie haben Sie es erlebt?

Koch: Ich habe es sehr positiv erlebt. Es waren sehr viele Menschen da. Es war regnerisch, hat aber während des Gebetes nicht geregnet. Die Gebetsatmosphäre war gut. Es war sehr schön zu sehen, wie viele Gläubige mitgebetet haben.

Eine riesige Menschenansammlung betete Rosenkranzgebete für den kranken Papst auf dem Petersplatz.
Eine riesige Menschenansammlung betete Rosenkranzgebete für den kranken Papst auf dem Petersplatz.

Papst Franziskus ist im Spital. Konnten Sie ihn besuchen?

Koch: Ich nehme an, dass nur seine engsten Mitarbeiter Papst Franziskus besuchen dürfen, wenn es dringend nötig ist. Dies ist auch richtig so, denn der Papst braucht vor allem Ruhe. Ruhe und Erholung gehören wesentlich zur Therapie.

Sie waren also nicht zu Besuch?

Koch: Nein.

«Schwierig ist, dass Repräsentanten anderer Kirchen den Papst besuchen möchten.»

Beeinflusst die Krankheit von Papst Franziskus Ihre Arbeit – im engeren oder weiteren Sinn?

Koch: Die unmittelbare Arbeit geht in der Kurie weiter. Schwieriger geworden ist in meinem Dikasterium, dass verschiedene Repräsentanten anderer Kirchen den Papst besuchen möchten. Die bereits vorgesehenen Privataudienzen müssen jetzt natürlich abgesagt werden.

Was erhoffen Sie sich für den Papst?

Koch: Ich hoffe und bete, dass der Herr ihn begleitet und ihm die Gesundheit wiederschenkt.

*Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch ist Präfekt des Dikasteriums für die Förderung der Einheit der Christen.

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Kardinal Kurt Koch | © Annalena Müller
25. Februar 2025 | 17:00
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